Das Traumfinale der WM ist perfekt: Gastgeber Kroatien trifft auf Olympiasieger Frankreich. Für die Equipe Tricolore spielt der beste Torhüter der Welt: Thierry Omeyer, der mit unglaublichen Reflexen sein Tor oft geradezu vernagelt. Seit 2006 spielt Omeyer in der Bundesliga beim Rekordmeister.
“Ich bin glücklich und stolz, dass ich beim THW Kiel spiele. Es gibt keinen besseren Klub und auch keine bessere Stadt, um Handball zu spielen. Hier wird Handball gelebt”, sagte der 32 Jahre alte Torwart, als er seinen Vertrag vorzeitig bis 2013 verlängerte.
Omeyers Trophäensammlung ist beeindruckend: Weltmeister wurde er bereits 2001, dazu 2006 Europameister und im vergangenen Jahr in Peking Olympiasieger. Mit dem THW Kiel hat Omeyer bisher zwei Meistertitel, zweimal den DHB- Pokal und 2007 die Champions League gewonnen. Zuvor gelangen ihm in Frankreich mit Montpellier HB jeweils fünf Meistertitel und Pokalsiege, 2003 reüssierte er in der Champions League.
Omeyer stammt aus dem elsässischen Mülhausen. Mit neun Jahren begann er, Handball zu spielen. Eine Quote von 50 Prozent gehaltener Bälle war keine Seltenheit bei dem Riesentalent. 1994 heuerte der 1,91 Meter große Torhüter bei Sélestat Alsace handball an. Im Jahr 2000 verpflichtete der französische Spitzenklub Montpellier HB Omeyer.
Der THW Kiel sicherte sich 2006 die Dienste des Franzosen, der sich einen harten Konkurrenzkampf mit der deutschen Torwartlegende Henning Fritz lieferte. Omeyer setzte sich durch, und Fritz wechselte zu den Rhein-Neckar Löwen. Omeyer sagt von sich, dass er schlecht verlieren könne. Das frelich passiert ihm auch selten: In der laufenden Saison hat der THW Kiel noch kein Bundesligaspiel verloren.
Omeyer ist verheiratet und hat eine Tochter. Der passionierte Kartenspieler bezeichnet sich als abergläubisch. Stünde er nicht im Handballtor, wäre er Fußballspieler geworden. Omeyer ist recht bodenständig und pragmatisch, neben einem Handy und einem Bild seiner Familie würde er Sonnencreme mit auf eine einsame Insel nehmen.