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Vor 30 Jahren verunglückte Handballstar Joachim Deckmann

Autor: Sonja Beckmann
abgelegt in: Allgemein

Vor genau 30 Jahren, am 30. März 1979, passierte im Europacup-Spiel des VfL Gummersbach in Tatabanya (Ungarn) ein schrecklicher Unfall: Joachim Deckarm, der damals beste Handballer der Welt, stieß bei einem Tempogegenstoß mit seinem Gegenspieler Lajos Pánovics zusammen und fiel bewusstlos zu Boden. Dabei stürzte er mit seinem Kopf ungebremst auf den Betonboden. Der 104-fache Nationalspieler erlitt einen doppelten Schädelbasisbruch und eine schwere Gehirnquetschung. Erst 131 Tage später erwachte Deckarm mit Hirnschädigungen aus dem Koma.

Durch die Verletzungen war der Rückraumspieler des VfL Gummersbach motorisch auf das Niveau eines Kleinkinds zurückgefallen und hatte die Fähigkeit zu Sprechen eingebüßt. Trotz zahlreicher Therapien galt Deckarm seit 1982 als Pflegefall. Sein ehemaliger Handballtrainer Werner Hürter seiner an und entwickelte eigens für Deckarm ein Trainingsprogramm, das den motorischen Behinderungen entgegenwirkte und dem zunächst teilnahmslosen und antriebsschwachen jungen Mann seinen Lebensmut zurückgab.

Im September erscheint das Buch “Teamgeist – Die zwei Leben des Joachim Deckarm”. Autor Rolf Heggen schildert in dem Buch den sportlichen Höhenflug des Weltmeisters von 1978, den dramatischen Unfall und die Bewältigung der schrecklichen Unfallfolgen des heute behinderten Deckarms.

Das Buch kostet 19,90 Euro. Der Verkaufserlös fließt in den Deckarm-Fonds der Stiftung Deutsche Sporthilfe, der seit 1980 die Kosten für Rehabilitation und Pflege Deckarms trägt. Schon vor dem offiziellen Start des Vorverkaufs liegen der Sporthilfe zahlreiche Bestellungen vor.


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