Acht Bundesligaspiele, acht Niederlagen und die Konten sind leer – TUSEM Essen steht vor einem Desaster. Nach Berichten der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) fehlt dem Tabellenletzten bis zum Jahresende eine Million Euro, um den Etat zu decken. Heute treffen sich die Verantwortlichen der Vereins mit HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann.
Die Spieler von TUSEM Essen warten noch auf zwei Monatsgehälter. Die WAZ beruft sich auf Ulrich Gaißmayer, den Präsidenten des Hauptvereins und zugleich Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Handballer. HBL-Geschäftsführer Bohmann sagte: “Ich bin sehr überrascht von dieser Entwicklung und erwarte eine schnelle Klärung. Nach den Lizenzierungsunterlagen des Clubs im Mai waren keine Schwierigkeiten zu erwarten.”
Gaißmayer hofft nun, dass es dem neuen Manager Stefan Hecker möglichst schnell gelingt, Sponsoren zu akquirieren: “In Essen soll es auch künftig Profi-Handball geben – egal, wie diese Sache jetzt ausgeht.” Sportlich stand der Verein schon in der vergangenen Saison auf der Kippe, als der Klassenerhalt erst in der Relegation gegen den Zweitligisten HSG Düsseldorf gelang.
Zu Beginn der Saison machte die HSG Nordhorn Schlagzeilen, als bei einer Razzia Steuerfahnder die Geschäftsräume durchsuchten. Inzwischen sind die Grafschafter gerettet, weil sich der Wirtschaftsverband Lingen finanziell engagiert.