Der THW Kiel geht wieder auf Titeljagd: Vor dem Start der Bundesliga gewann der deutsche Rekordmeister in München zum fünften Mal den Supercup. Im Duell mit Herausforderer HSV Hamburg holten die Kieler beim Debüt ihres neuen Trainers Alfred Gislason mit dem 33:28 (17:14)-Sieg den ersten Pokal der 32. Spielzeit.
Vor 8200 Zuschauern in der Olympiahalle unterstrichen die Zebras eindrucksvoll ihre Ambitionen auf den Gewinn des 15. Meistertitels. Die neue Bundesliaga-Saison beginnt am Dienstag mit der Partie zwischen Frischauf Göppingen und dem VfL Gummersbach.
Beim Schaulaufen der französischen Olympiasieger Thierry Omeyer und Nikola Karabatic (beide Kiel) sowie Bertrand und Guillaume Gille auf Seiten vom Pokalfinalisten Hamburg waren Stefan Lövgren (7/5), Filip Jicha (6) und Henrik Lundström (6) die erfolgreichsten Kieler Torschützen. Stefan Schröder (8) warf die meisten Tore für den HSV.
Der THW überrumpelte den HSV mit temporeichem Spiel und lag nach zehn Spielminuten mit 8:2 in Führung. Danach erst wachten die Hamburger auf und kamen zwischenzeitlich bis auf zwei Tore an den Cupverteidiger heran. Mit einem verwandelten Siebenmeter erzielte Lövgren den 17:14-Halbzeitstand.
Ein Zwischenspurt bescherte dem HSV, der 2006 den Supercup gewann, den 20:20-Ausgleich durch Blazenko Lackovic. In der Schlussphase der kampfbetonten Auseinandersetzung brachte Kiel aber trotz einiger guten Paraden von HSV-Nationaltorwart Johannes Bitter den verdienten Sieg über die Runden.