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Terminkollisionen – Einstimmiger Beschluss der Clubs legt Spieltermine auf’s Wochenende

Autor: Carsten
abgelegt in: Handball Bundesliga

Die Terminkollisionen sollen schon bald der Vergangenheit angehören. Die Clubs der Handball-Bundesliga wollen von jetzt an nur noch am Wochenende spielen.

Die Handball Bundesliga will den ewigen Terminkollisionen ein Ende bereiten und die Spieltage wie Fußball-Bundesliga ausschließlich auf die Wochenenden verlegen. Bereits ab der nächsten Saison sollen dann auch die europäischen Wettbewerbe auf einen Werktag fallen. Die aktuelle Situation erfordert sehr viel Planungsgeschick und dennoch können aufgrund von Problemen bei der Hallenbelegung die Spielpläne für die Meisterschaft immer nur bis zur EM- bzw. WM-Pause ausgearbeitet werden. Die Probleme kommen zustande weil das „Spiel der Woche“ jeden Dienstag live übertragen wird und die weiteren Spiele jeweils mittwochs, freitags, samstags und sonntags stattfinden. Von Donnerstag bis Sonntag kollidieren die Spieltage zudem mit den Terminen der Europacup-Wettbewerbe.
Aus diesem Grund haben die 18 Clubs der Handball Bundesliga nun einstimmig beschlossen in Zukunft nur noch an den Wochenenden zu spielen. Doch dies wird einen Konflikt mit der EHF unausweichlich machen, da er die Wochenenden bis dato für Europapokalwettbewerbe reserviert hat.

Terminkollisionen führen zu deutlichen Zuschauerverlusten

Von einer Terminverlegung auf die Wochenenden würden die Clubs auch Zuschauertechnisch profitieren, denn unter der Woche verkaufen sie nicht ganz so viele Karten für die Heimspiele wie an Wochenenden. Der HSV Hamburg hat bereits interne Erhebungen durchgeführt und ist zu der Erkenntnis gekommen, dass er unter der Woche bis zu 2000 Zuschauer einbüßt. Auch bei Auswärtsspielen können die Fans ihre Mannschaft deshalb nur wenig unterstützen, da dies nur selten mit deren beruflichen Verpflichtungen vereinbar ist. Am Beispiel Hamburg macht sich die Terminverteilung der Spieltage besonders bemerkbar, in der Rückrunde trägt der Verein nur ein einziges Heimspiel an einem Wochenende aus.
Die dadurch entgehenden Bundesligaeinnahmen können die acht beteiligten deutschen Vereine auch nicht mithilfe der Teilnahme an den europäischen Wettbewerben ausgleichen. So war es nur eine Frage der Zeit bis die Handball Bundesliga einen Vorstoß gegen die ewigen Terminkollisionen wagt.

Die neuen Spieltermine soll den Konkurrenzkampf zwischen den verschiedenen Wettbewerben beenden

Die Wochenendspiele der Bundesliga würden die „Königsklasse“ und die Europacup-Wettbewerbe in die Woche drängen, doch gibt sich HBL Geschäftsführer Frank Bohmann bei der Auseinandersetzung mit der EHF optimistisch. Er weiß, dass er bei seiner Forderung nach einer Umstrukturierung des Spielplans nicht nur die Vereine, sondern auch die Fans hinter sich hat.
Eine große Kraft bei der finalen Entscheidung stellen jedoch die Fernsehsender Sport1 und Eurosport dar, denn sie streben für ihre Premiumprodukte möglichst gute Sendeplätze an.


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