Handball News

Alles zur Handball Bundesliga und zur Nationalmannschaft
 


Es hat den Anschein, als würde der teuerster Transfer aller Zeiten im deutschen Handball perfekt sein.

Wenn man jetzt denkt, Kiel würde sich neben Mait Patrail ein weiteren Kracher holen und dafür eine Rekordablöse zahlen, der irrt.

Kiels Dauerkonkurrent Flensburg Handewitt will Alen Muratovic von BM Valladolid für sagenhafte 700.000 € verpflichten. Laut spanischer Zeitung Marca haben sich wohl schon beide Vereine mündlich über ein Wechsel geeinigt. Die medizinische Untersuchung hat der 28jährige Nationalspieler von Montenegro bereits am Anfang der Woche hinter sich gebracht.

“Für meine Karriere ist es ein neues Ziel, in einem großen Verein zu spielen, der alles erreichen will. Darauf freue ich mich sehr” wird Muratovic in den Medien zitiert.

Außerdem verspricht er Höchstleistungen zu bringen, was man bei dieser Ablöse wohl auch erwarten kann. “Ich werde mich bestens vorbereiten, um in Bestform in Flensburg anzukommen, weil die Bundesliga die beste und stärkste Liga der Welt ist.” Auch für mich ist der Name vollkommen unbekannt, sollte sich aber ab nächste Saison schlagartig ändern., wenn der Rechtshänder, wie erhofft, den linken Rückraum verstärken wird.

Anfangs erwiesen sich die Vertragsverhandlungen als sehr schwierig und fast schon als gescheitert. Die Spanier erklärten Alen Muratovic als unverkäuflich, also mit anderen Worten war die Ablöse nur nicht hoch genug. Aber wie bei jeder Verhandlung konnte der richtige Geldbetrag für Übereinstimmung sorgen.

Damit wollen die Flensburger endlich den Titel des “ewig Zweiten” in der Handball Bundesliga ablegen und wieder Titel holen. Zum dritten mal hintereinander konnte Flensburg keine Titel holen und sind zum achten mal Vizemeister. Ok, andere Mannschaften träumen von so einer Bilanz, aber auf Dauer ist das Streben nach “ganz oben” nur konsequent.


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30. Spieltag: Spitzenteams souverän

Autor: Sonja Beckmann
abgelegt in: Handball Bundesliga

Am 30. Spieltag der Handball-Bundesliga gewannen die ersten sechs Teams der Tabelle allesamt ihre Spiele. Die SG Flensburg-Handewitt, die ihr Heimspiel gegen MT Melsungen deutlich mit 43:25 (20:10) dominieren konnte, bleibt Tabellenführer mit einem Punkt Vorsprung vor dem Titelverteidiger THW Kiel. Die Kieler besiegten den TBV Lemgo mit 32:27 (15:12) und können am kommenden Mittwoch bei noch einem ausstehenden Nachholspiel wieder an den Flensburgern vorbeiziehen.

Dritter bleibt der HSV Hamburg, der den abstiegsgefährdeten TuS N-Lübbecke mit 38:25 (16:14) bezwang und seinen Platz in der Champions League in der kommenden Saison fast sicher hat. Eine Halbzeit lang konnte der Gast aus Ostwestfalen mithalten, doch dann brachen alle Dämme. Überragende Werfer beim HSV waren Lindberg mit acht und Yoon mit sechs Toren.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen entwickelt sich gegenwärtig im Kampf um Platz vier. Während sich die HSG Nordhorn, die wegen der schlechteren Tordifferenz punktgleich mit den Rhein-Neckar Löwen auf dem fünfte Rang liegt, ihre Auswärtsaufgabe bei HBW Balingen-Weilstetten souverän mit 28:24 (15:12) entledigte, hatten die Löwen Mühe. Im Heimspiel gegen den SC Magdeburg liefen die Gastgeber lange Zeit einem Rückstand hinterher. Noch zwölf Minuten vor dem Ende führte das Team von Michael Biegler mit zwei Treffern, doch am Ende unterlagen die Magdeburger 25:27.

Eine große Chance, sich ein wenig Luft im Abstiegskampf zu verschaffen, verpasste der Wilhelmshavener HV. Im Heimspiel gegen die HSG Wetzlar kamen die Niedersachsen über ein enttäuschendes 27:27 (12:14) nicht hinaus. Das Ergebnis ist ais Wilhelmshavener Sicht umso ärgerlicher, weil das Team von Trainer Klaus-Dieter Petersen sechs Minuten vor dem Ende beim Stande von 25:20 bereits mit fünf Toren führte und den Ausgleich zwei Sekunden vor dem Ende kassierte. Mit nur einem Erfolg aus den vergangenen 19 Spielen bleibt der WHV weiterhin Tabellenletzter, der Platz zum Klassenverbleib ist dennoch nur einen Punkt entfernt.

Im Treffen der beiden Traditionsvereine siegte der VfL Gummersbach gegen Frisch Auf Göppingen mit 34:29 (17:15). Der TUSEM Essen gewann gegen die Füchse Berlin knapp mit 31:30 (15:14) und GWD Minden feierte gegen den TV Großwallstadt einen klaren 31:22 (13:12)-Erfolg.

HSV Hamburg – TuS N-Lübbecke 38:25
SG Flensburg-Handewitt – MT Melsungen 43:25
THW Kiel – TBV Lemgo 32:27
VfL Gummersbach – Frisch Auf Göppingen 34:29
Rhein-Neckar Löwen – SC Magdeburg 27:25
Wilhelmshavener HV – HSG Wetzlar 27:27
HBW Balingen-Weilstetten – HSG Nordhorn 24:28
TUSEM Essen – Füchse Berlin 31: 30
TSV GWD Minden – TV Grosswallstadt 31:22


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Lagebesprechung flickr©desdetasmania

Kurz vor dem Ende der Zwischengruppenphase der Handball Champions League besitzen drei deutsche Teams noch die Möglichkeit ins Halbfinale einzuziehen. Der VfL Gummersbach, der HSV Hamburg und der THW Kiel können sich noch Hoffnungen machen.

Die beste Ausgangsposition hat Titelverteidiger THW Kiel, der schon vergangenen Donnerstag gegen den russischen Meister Chehovski Medvedi Chekov auswärts gewonnen hatte. Mit 6:2 Punkten liegen die Zebras vor Ademar Leon, die dem THW die erste Niederlage in der Königsklasse seit elf Monaten zugefügt hatten. In die Karten der Kieler spielte dabei der Sieg des bisherigen Tabellenletzten US Ivry gegen Ademar Leon. Sollte der THW am Mittwoch gegen US Ivry gewinnen und könnten als Gruppenerster ins Halbfinale einziehen.

Durch die Niederlage von Cuidad Real sind die Chancen auf einen Halbfinaleinzug des VfL Gummersbach erheblich gestiegen. Während Cuidad Real bei Montpellier verlor, konnten die Gummersbacher das Duell gegen den slowenischen Vertreter Gorenje Velenje mit 29:21 für sich entscheiden. In der Gruppe 2 liegen die Gummersbacher nun mit 4:4 Punkten auf Platz 2 der Tabelle knapp hinter Cuidad Real mit 6:2 Punkten. Am 16. März treffen beide Mannschaften aufeinander und Gummersbach hat die Chance, die Gruppenführung zu übernehmen.

Ebenfalls noch alle Optionen besitzt der HSV Hamburg, der gegen RK Croatia Zagreb knapp mit 26:27 verlor. Die Hanseaten liegen nun einen Punkt hinter den Kroaten, konnten aber das direkte Duell dank des 32:29-Erfolges im Hinspiel für sich entscheiden. Vielleicht können sie auf Schützenhilfe des HSG Flensburg hoffen, die mit dem Unentschieden gegen Portland San Antonio alle Chancen auf ein Weiterkommen in dieser Gruppe verspielt haben.

Möglicherweise gelingt es den drei Mannschaften noch in das Halbfinale einzuziehen, womit die Bundesliga wieder den Nachweis erbracht hätte, die stärkste Liga der Welt zu sein.


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Europapokalwochenende

Autor: Carsten
abgelegt in: Europapokal

Handball © flickr / alex.ch

Am vergangenen Wochenende waren die Vertreter der Handball-Bundesliga auch international wieder im Einsatz. Der THW Kiel möchte natürlich seinen Titel in der Champions League verteidigen, aber auch der HSV Hamburg und Flensburg Handewitt streben nach der europäischen Krone.

Natürlich ging der THW Kiel in altbewährter Methode voran und zeigte dem französischen Meister US Ivry seine Grenzen auf. In fremder Halle gewann der THW klar mit 39:25 und setzte sich gleich an die Spitze seiner Gruppe. Beste Werfer auf Seiten der Kieler waren Filip Jicha mit zehn Treffern und Nicola Karabatic mit acht Treffern. Schon in der nächsten Partie kann der THW Kiel schon für eine kleine Vorentscheidung in der Gruppe 1 sorgen, wenn er auf den russischen Vertreter aus Moskau trifft.

Ganz anders ergeht es den anderen beiden Vertretern in der Champions League. Der HSV Hamburg und Flensburg Handewitt wurden zusammen in die Todesgruppe gewählt. Dort treffen sie Portland San Antonio aus Spanien sowie Zagreb aus Kroatien. Am ersten Spieltag trennten sich die beiden deutschen Vertreter mit 33:33, wobei Flensburg zwischenzeitlich schon mit 30:24 geführt hatte und das Spiel in den letzten Minuten noch aus den Händen gab. Positiv aus deutscher Sicht war die Niederlage von Portland, die als großer Konkurrent in dieser Gruppe angesehen werden. Die Spanier gewannen 2001 die Champions League sowie 2000 und 2004 den Europapokal der Pokalsieger.

Eben diesen möchte der SC Magdeburg verteidigen und legte in der gestrigen Partie gegen norwegischen Vertreter Drammen HK die Grundlage hierfür. Die Magdeburger siegten am Ende vor 2088 Zuschauern mit 31:25. Ein Wörtchen um Titel möchten hier auch die Rhein-Neckar-Löwen mitsprechen. Der aktuelle deutsche Pokalsieger besiegte die schwedischen Pokalsieger Hammarby IF mit 36:26.

Völlig von der Rolle scheint der TBV Lemgo zu sein. Nach Niederlagen in der Bundesliga folgte auch die Hinspiel-Niederlageim EHF-Pokal gegen Rk Cimos Koper aus Slowenien. Neu-Trainer Baur verlor mit seinen Mannen 29:34. Erfolgreich hingegen war die HSG Nordhorn, die den russischen Vertreter SKIF Krasnodar mit 35:25 aus der Halle fegte.

Die internationalen Ergebnisse zeigen, dass die Bundesliga zu den stärksten der Welt zählt und diesen Anspruch auch mit guten Ergebnissen untermauert.


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