Weltmeister Nikola Karabatic, der zu den Rhein-Neckar-Löwen wechseln will, und die deutsche Rekord-Torschützin Grit Jurack vom dänischen Spitzenclub Viborg HK wurden von der Fachzeitschrift „Handballwoche“ zu Deutschlands besten Handballern des Jahres 2008 gekürt.
Laut dem Handball-Magazin gewann französische Welthandballer Nikola Karabatic vom deutschen Rekordmeister THW Kiel die Wahl mit 6218 Punkten vor dem Lemgoer Spielmacher Michael Kraus (5346 Punkte). Rückraum-Akteur Holger Glandorf von der HSG Nordhorn kam auf Platz drei (5284).
Der Franzose, der schon 2007 zu Deutschlands bestem Handballer gewählt wurde, meinte zu der Ehrerweisung: „Das ist eine sehr hohe Auszeichnung für einen ausländischen Handballer und eine große Anerkennung für meine Leistungen in der Bundesliga.“
Für Rückraumspielerin Grit Jurack war es mit einem deutlichen Vorsprung von 7630 Punkten nach 1999, 2000, 2001 und 2007 bereits die fünfte Ehrung vor ihren DHB-Kolleginnen Clara Woltering (5477) und Nadine Krause (3689).
Die Norwegerin Gro Hammerseng und der Franzose Nikola Karabatic vom THW Kiel sind bei der Abstimmung der IHF unter Zehntausenden von Fans zu den Welthandballern des Jahres 2007 gewählt worden. Die Deutschen Michael Kraus vom TBV Lemgo und Grit Jurack, die beim dänischen Meister Viborg HK spielt, landeten auf Rang drei, Torwart Henning Fritz von den Rhein-Neckar Löwen wurde Vierter.
Wie heute von der International Handball Federation bekannt gegeben wurde, sind die deutschen Handballer Henning Fritz, Michael Kraus und Grit Jurack für die Wahl zum „Welthandballer des Jahres 2007“ nominiert worden.
Die beiden Weltmeister Fritz und Kraus wird eher eine geringe Chance gegeben, den Titel zu erringen, obwohl sie entscheidend dazu beigetragen haben, den Titel nach Deutschland zu holen. Aber der Schatten von Nicola Karabatic oder Ivano Balic scheint gar zu übermächtig zu sein.
Ganz anders liegt die Sache bei Grit Jurack, die mit 85 Toren sich den Titel als beste Schützin bei der WM in Frankreich sicherte. Im Team des WM-Dritten aus Deutschland spielte die 31jährige Rückraumspielerin eine tragende Rolle und führte die Mannschaft etwas überraschend zum 3. Platz bei der WM. Nach ihrem Wechsel zum dänischen Spitzenverein Viborg HK konnte sie als erste deutsche Spielerin die Meisterschaft in der stärksten Frauen-Handballliga sowie die Champions League gewinnen.
Die Wahl zum „Welthandballer des Jahres 2007“ findet im Internet unter www.ihf.info statt.
Für Nicola Karabatic scheinen die Auszeichnungen für die vergangenen Jahre kein Ende nehmen zu wollen, denn nur eine Woche nach seiner Wahl zum „wertvollsten Spieler der EM 2008“ wurde der Rückraumspieler des THW Kiel zum „Handballer des Jahres“ in Deutschland gewählt.
Karabatic ist erst der zweite ausländische Spieler nach dem Finnen Mikael Källmann der diese Auszeichnung erhielt. Angesichts der Tatsache, dass er sich in einem Jahr durchsetzte, in welchem die deutsche Handball-Nationalmannschaft den Weltmeister-Titel holte, zeugt von seinen überragenden Qualitäten. Der erst 23jährige Franzose war erst 2005 aus Montpellier nach Kiel gewechselt, nachdem er dort bereits im zarten Alter von 19 Jahren 2003 die Champions League gewonnen hatte. Auf Anhieb spielte er sich in das Team und dominierte fortan den Rückraum des deutschen Rekordmeisters. Der Höhepunkt seiner Karriere erfolgte 2007, als er mit dem THW Kiel den Titel-Hattrick aus Meisterschaft, DHB-Pokal und Champions League holen konnte. Bei der Wahl setzte er sich vor Torhüter Henning Fritz und Torsten Jansen durch.
Auch internationale Erfolge konnte Karabatic schon etliche feiern. Der größte Triumpf war der Sieg bei der Europameisterschaft 2006 in der Schweiz. Bei den zurückliegenden kontinentalen Wettkämpfen präsentierte sich Frankreich lange Zeit mit dynamischem Spiel als Titelfavorit, unterlag aber in einem dramatischen Halbfinale den Kroaten. Im Spiel um Platz 3 konnte man Deutschland dann aber deutlich besiegen. Trotzdem wählte man Karabatic zum „wertvollsten Spieler des Turnieres“ und er wurde zusammen mit Lars Christiansen und Ivano Balic Torschützenkönig.
Heute steht für den frischgebackenen „Handballer des Jahres“ eine neue Bewährungsprobe an, denn der THW Kiel trifft im Spitzenspiel der Handball-Bundesliga auf die Rhein-Neckar-Löwen.
Die Wahl zur „Handballerin des Jahres“ gewann bereits zum vierten Mal Grit Jurack, die die beim dänischen Klub Viborg HK aktiv ist. Zweite hinter Jurack wurde Welthandballerin Nadine Krause.