Die Zebras erobern den Fuchsbau: Mit 34:25 (17:9) besiegte der THW Kiel die Füchse Berlin und feierten den 26. Bundesligasieg hintereinander. Hält die Serie an. dan können die Kieler ungeachtet der Ergebnisse der Konkurrenz um den Tabellenzweiten HSV Hamburg schon am 29. Spieltag am 22. April die Meisterschaft perfekt machen.
Der Staatsanwalt stürmt beim THW Kiel aufs Spielfeld: Gegen den Geschäftsführer Uwe Schwenker (Foto) wird wegen des Verdachts der Untreue, gegen den ehemaligen Trainer Noka Serdarusic wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue ermittelt. Mitarbeiter des Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft haben die Geschäftsstelle des THW Kiel sowie mehrere Privatwohnungen durchsucht. Schwenker selbst soll am Sonntagabend nach seiner Rückkehr vom Champions-League-Spiel gegen Ciudad Real noch auf dem Flughafen von Beamten durchsucht worden sein.
Die Füchse Berlin haben einen neuen Abwehrchef verpflichet. Stian Vatne wird die Berliner ab der kommenden Saison verstärken. “Ich denke, dass wir mit dieser Verpflichtung endlich den Spieler gefunden haben, der im Zusammenspiel mit Torsten Laen die Abwehr organisiert und uns den nötigen Rückhalt in der Defensive geben wird.”, zeigt sich Geschäftsführer Bob Hanning (Foto) zufrieden. Der 71-fache norwegische Nationalspieler wechselt vom spanischen Erstligisten BM Aragon an die Spree. Vatne erhält einen Zweijahresvertrag. “Berlin ist eines der interessantesten Handballprojekte in Europa. Ich freue mich in den kommenden zwei Jahren ein Teil davon zu sein.”, sagte der 34-Jährige.
Die Rettung der HSG Nordhorn ist nicht gelungen: Drei Wochen nach dem Insolvenzantrag beim Amtsgericht Nordhorn wird das Insolvenzverfahren eröffnet. Das bestätigte der vorläufige Insolvenzverwalter Ulrich Zerrath, der damit den Zwangsabstieg der Grafschafter in die 2. Bundesliga nicht mehr abwenden kann. “Grund sind die Zahlungsunfähigkeit und die Überschuldung. Die Deckungslücke ist zu hoch, als dass sie bis zum Stichtag 30. April hätte geschlossen werden können”, sagte Zerrath. Die Mannschaft von Trainer Ola Lindgren wird die laufende Saison zu Ende spielen. Auch TUSEM Essen verlässt die Bundesliga als Zwangsabsteiger.
Den Füchsen Berlin ist ein Coup gelungen. Geschäftsführer Bob Hanning verkündete heute den Transfer von Torsten Laen für die neue Saison. Der dänische Nationalspieler steht derzeit noch bei Ciudad Real unter Vertrag. “Wir sind sehr stolz, einen Spieler vom amtierenden Sieger der Champions League zu verpflichten”, sagte Hanning.
Der 29-Jährige hat einen Vertrag bis 2011 unterschrieben. Hanning bezeichnete Laen als “spielenden Kreisläufer” und hat hohe Erwartungen: “Laen hat internationale Erfahrung und weiß im Angriff sowie vor allem in der Defensive zu überzeugen. Wir sind sicher, dass er bei unserem Weg nach Europa ein entscheidender Faktor sein wird.”
Laen ist der Wunschspieler des neuen Füchse-Trainers Dagur Sigurdsson. Bei Ciudad Real kam der Däne häufig nur im Angriff zum Einsatz, weil dort mit dem Franzosen Didier Dinart der beste Abwehrspieler der Welt die Defensive organisiert. “Ich freue mich jetzt sehr auf die Füchse Berlin, weil ich dieses Projekt für eines der spannendsten in Europa halte”, sagte Laen.
Bereits im November gaben die Füchse den Transfer von Nationaltorhüter Silvio Heinevetter (Foto) bekannt. Außerdem bemüht sich Hanning um Stian Vatne, den Abwehrchef Norwegens, der derzeit für BM Aragón spielt. “Der ist zwei Meter groß und hat die längsten Arme und Hände im europäischen Handball”, äußerte Hanning beeindruckt.
Die zweite Mannschaft der Füchse steht kurz vor dem Aufstieg in die Regionalliga. Hanning zeigte sich zufrieden mit dem “Projekt Berlinalisierung” und betonte: “Unsere Nachwuchsförderung entspricht finanziell dem Transfer von Torsten Laen.”
Erfolgscoach Jörn-Uwe Lommel und die Füchse Berlin gehen zum Saisonende getrennte Wege. Der 50-Jährige entschloss sich aus persönlichen Gründen dazu, die Füchse zu verlassen. Nachfolger wird der Isländer Dagur Sigurdsson, der im Laufe der Woche einen Zweijahresvertrag bei dem Berliner Bundesligisten unterschreiben wird. weiterlesen »
Der HSV Hamburg hat eine überraschende Niederlage bei der HBW Balingen-Weilstetten hinnehmen müssen, auch die HSG Nordhorn enttäuschte bei den Füchsen Berlin und rutschte auf den vierten Platz ab. Der TBV Lemgo besiegte Frisch Auf Göppingen und rückte auf Rang zwei vor.
Der THW Kiel ist das Nonplusultra in der Bundesliga: Der Rekordmeister ließ dem TBV Lemgo beim 33:23 (18:11) keine Chance. Immer besser in Tritt kommt der HSV Hamburg, der beim Tabellenvierten HSG Nordhorn mit 33:29 (13:17) gewann und den sechsten Pflichtspielsieg in Folge feierte.
Den Füchsen Berlin ist ein Coup gelungen: Der 24-jährige Nationaltorhüter Silvio Heinevetter, noch beim SC Magdeburg unter Vertrag, wird im nächsten Jahr an die Spree wechseln. “Ich bin sehr froh, dass Silvio zu uns gefunden hat, weil er den Typ Sportler lebt, den wir brauchen”, sagte Berlins Trainer Jörn-Uwe Lommel.
“Das Projekt Berlin ist sehr reizvoll. Es war eine Entscheidung für Berlin und nicht gegen Magdeburg. Ich habe viel vor mit den Füchsen”, versprach Heinevetter. Der Torwart hatte auch ein Angebot der Rhein-Neckar Löwen vorliegen, sich aber dagegen entschieden: “Ich denke, ich passe von der Mentalität her nach Berlin. Als Ossi will man in der Region bleiben.”
Als eines der größten Torwarttalente wechselte Heinevetter im Jahr 2005 von Concordia Delitzsch, nachdem man den Aufstieg in die erste Bundesliga feiern konnte, zum SC Magdeburg. Nach dem Weggang von Johannes Bitter zum HSV Hamburg avancierte Heinevetter zum Stammkeeper und ist mittlerweile ein starker Rückhalt im Magdeburger Tor.
Im Jahr 2006 machte ihn Bundestrainer Heiner Brand zum Nationalspieler, auf sieben Einsätze im DHB-Dress kam Heinevetter bisher.
Ein Lebenszeichen aus Essen: Der TUSEM, von Insolvenz bedroht, gewann gegen GWD Minden mit 27:26 (13:12), bleibt jedoch Tabellenletzter. Die SG Flensburg-Handewitt kassierte beim SC Magdeburg 26:33 (13:16) die erste Niederlage in der Bundesliga. Tabellenführer bleibt der THW Kiel, der beim Aufsteiger Stralsunder HV 43:22 (20:8) gewann. Der TBV Lemgo verdarb den Füchsen die Premiere in der neuen Arena vor Berliner Rekordkulisse. weiterlesen »
Vor drei Jahren bangten die Füchse Berlin noch um die Lizenz für die zweite Bundesliga, in dieser Saison kommen bis zu 15.000 Zuschauer zu den Heimspielen. Manager Bob Hanning sagte jüngst gegenüber “handball-world.com”: “Nach der TSG Hoffenheim sind wir von der Entwicklung der letzten Jahre derzeit das zweitgrößte Sportprojekt in Deutschland.”
In vergangenen Jahr stiegen die Füchse in die Bundesliga auf. Die Zuschauer stömten, um die Stars der stärksten Liga der Welt zu sehen. Hanning steckte die Mehreinnahmen in das abstiegsgefährdete Team und verpflichtete die beiden Polen Michal Kubisztal und Bartlomiej Jaszka sowie den Franzosen Christian Caillat. Die Neuen erwiesen sich als Volltreffer, und vor allem dank ihrer Heimstärke beendeten die von Jörn-Uwe Lommel trainierten Füchse die Saison auf Rang zwölf.
Rückhalt des Teams ist der tschechische Nationaltorhüter Petr Stochl. Der Österreicher Konrad Wilczynski avancierte in der vergangenen Saison mit 237 Toren gar zum besten Werfer der Bundesliga. Mit feiner Wurftechnik drehte, legte, donnerte und zirkelte der Linksaußen 128 Siebenmeter ins Netz.
In drei Jahren solle das Team in Europapokal spielen, sagte Hanning vor der Saison und setzt auf kontinuierliches Wachstum: “Wir werden uns auf keinen Fall Titel auf Pump kaufen, wie das bei anderen Clubs passiert ist.” Im Gegenteil, mit dem renommierten amerikanischen Rechtevermarkter IMG wurde ein zehn Jahre laufender Vertrag über die exklusive Vermarktung des Teams abgeschlossen.
Nachswuchsarbeit - eine Parallele zur TSG Hoffenheim - genießt hohe Priorität bei den Füchsen Berlin. Der Verein hat ein neues Schulkonzept für den Nachwuchshandball aufgestellt. Hanning setzt auf eine Sogwirkung: “Wenn wir weitere Bundesligaspieler hervorbringen, dann werden die Füchse für sie die erste Adresse sein. Im Vordergrund stehen aber die gezielte Förderung und die Ziele der Talente.”
Die Vereine der Handball-Bundesliga: THW Kiel, SG Flensburg-Handewitt, HSV Hamburg, Rhein-Neckar Löwen, HSG Nordhorn, VfL Gummersbach, TBV Lemgo, SC Magdeburg, Frisch Auf Göppingen, MT Melsungen, TV Großwallstadt, Füchse Berlin, HBW Balingen-Weilstetten, HSG Wetzlar, TSV GWD Minden, TUSEM Essen, Stralsunder HV, TSV Dormagen
Neun Handballer bei den Olympischen Spielen - die holprige Saisonvorbereitung des HSV Hamburg scheint sich zu rächen: Die Füchse Berlin konnten beim 34:34 einen Punkt aus der Hansestadt entführen. Im baden-württembergischen Derby gewannen die Rhein-Neckar-Löwen standesgemäß 37:26 (17:12) gegen HBW Balingen-Weilstätten. Frisch Auf Göppingen kassierte in Magdeburg beim 24:28 (12:14) die erste Niederlage.