Keine Überraschungen im DHB-Pokal: Die SG Flensburg-Handewitt und der HSV Hamburg sowie Frisch Auf Göppingen haben souverän das Achtelfinale erreicht. Titelverteidiger THW Kiel empfängt heute den Stralsunder HV.
Zu sechs Bundesliga-Duellen kommt es in der dritten Runde des DHB-Pokals. Aufsteiger Stralsunder HV empfängt den Cupverteidiger THW Kiel. Der HSV Hamburg muss beim TV Großwallstadt antreten, gegen den er bereits in der Bundesliga unterlag.
“Es hätte schon leichter kommen können”, sagte Füchse-Torjäger Konrad Wilczynski, nachdem den Berlinern die SG Flensburg-Handewitt zugelost wurde, fügte aber hinzu: “In einem Heimspiel werden wir immer versuchen, die Überraschung zu schaffen.”
Bundesliga – Bundesliga:
Füchse Berlin – SG Flensburg-Handewitt
Stralsunder HV – THW Kiel
TV Großwallstadt – HSV Hamburg
Rhein-Neckar Löwen – MT Melsungen
TUSEM Essen – HSG Wetzlar
HSG Nordhorn – TSV Dormagen
TuS N-Lübbecke – TSV Hannover-Burgdorf
ASV Hamm – SC Magdeburg
TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck- VfL Gummersbach
HSG Tarp-Wanderup – TSV GWD Minden
ThSV Eisenach – HSG Gensungen-Felsberg
Dessau-Roßlauer HV 06 – TSG Friesenheim
HSG Handball Lemgo II – TSV Altenholz
HG Saarlouis – HSG Düsseldorf
HG Oftersheim-Schwetzingen – FA Göppingen
SG BBM Bietigheim – 1. SV Concordia Delitzsch
Die Spiele finden am 21. und 22. Oktober statt.

Das sensationelle Aus des TBV Lemgo beim Zweitligisten TuS N-Lübbecke war den übrigen Bundesligisten eine Warnung: Ohne Ausnahme erreichten sie gestern die dritte Runde des DHB-Pokals. Mit 15 Toren gegen den SC Magdeburg II war Rechtsaußen Hans Lindberg (Foto) vom HSV Hamburg der überragende Spieler in der zweiten Pokalrunde. weiterlesen »
Sensation im DHB-Pokal: Der Nord-Zweitligist TuS N-Lübbecke besiegte in heimischer Halle den TBV Lemgo mit 40:39 (33:33, 16:16) nach Verlängerung und brachte dem Favoriten damit die erste Saisonniederlage in einem Pflichtspiel bei. Keine Probleme hatten hingegen die Rhein-Neckar Löwen, TUSEM Essen und die Füchse Berlin, die in die dritte Runde einzogen. weiterlesen »
Der THW Kiel hat den DHB-Pokal gewonnen. In einem spannenden Finale beim Final Four setzten sich die Schleswig-Holsteiner gegen den HSV Hamburg mit 32:29 (17:18) durch und eroberten bereits zum fünften Mal die begehrte Trophäe. Vor 12.800 Zuschauern in der ausverkauften Hamburger Color Line Arena glänzten Nikola Karabatic (9) und Vid Kavticnik (8) mit den meisten Toren für den THW. Kyung-Shin Yoon (10) und Hans Lindberg (5) hielten den HSV lange im Spiel.
Im Anschluss an die Siegerehrung erhielt Thierry Omeyer die Auszeichnung des besten Torhüters, Nikola Karabatic wurde mit 17 Treffern bester Torschütze und Kyung-Shin Yoon zum besten Spieler im Final Four gewählt.
“Thierry Omeyer hat einigen unserer Rückraumspieler den Zahn gezogen. Spitzenspiele werden von Spitzenspielern entschieden”, konstatierte HSV-Trainer Martin Schwalb. THW-Coach Noka Serdarusic hat derweil an seinem Image gearbeitet: “Seit zwei Jahren sagt man mir nach, ich würde immer wie ein Stück Holz neben dem Spielfeld stehen. Heute war ein Finale, da musste ich, als ich die Zeitstrafe bekommen habe, mal zeigen, wie ich hinter meinem Team stehe.”
Der THW Kiel und der HSV Hamburg spielen das Finale im Final Four in Hamburg. Die Kieler besiegten nach holprigem Auftakt im ersten Halbfinale die Rhein-Neckar Löwen schließlich sicher mit 38:34 (24:19). Vor 12.812 Zuschauern in der ausverkauften Color Line Arena waren Nikola Karabatic und Nationalspieler Dominik Klein mit jeweils acht Toren die erfolgreichsten Werfer des letztjährigen Triple-Gewinners. Für die Mannheimer erzielte Mariusz Jurasik (10) die meisten Treffer.
Der Gegner im Finale heißt HSV Hamburg. Die Hanseaten gewannen gegen die HSG Nordhorn mit 34:32 (16:14). Die besten Werfer des HSV waren Pascal Hens und Krzysztof Lijewski mit jeweils sieben Toren. Holger Glandorf überragte bei der HSG mit elf Toren.
Am Wochenende steigt in Hamburg das Final Four im DHB-Pokal. Vor 12.800 Zuschauern in der ausverkauften Color Line Arena treffen im ersten Halbfinale Titelverteidiger THW Kiel und die Rhein-Neckar Löwen aufeinander (Anwurf 13:15 Uhr, alle Spiele live im NDR). Die Kieler, die in der vergangenen Saison alle drei Titel – Meisterschaft, Pokal und Champions League – gewannen, wollen den Pokal im heimischen Trophäenschrank behalten.
Dazu bedarf es eines Sieges gegen ein Team, bei dem neben Routiniers wie Christian Schwarzer, Henning Fritz und Andrej Klimovets mit Michael Haaß, Oliver Roggisch und Uwe Gensheimer ambitionierte Nationalspieler im Aufgebot stehen.
Im zweiten Halbfinale trifft die HSG Nordhorn auf den HSV Hamburg (Anwurf 15:15 Uhr). Die HSG Nordhorn war schon dreimal beim Final Four dabei, doch das Finale erreichten die Niedersachen noch nie. Nun hofft das Team von Trainer Ola Lindgren auf den großen Coup. Doch die Aufgabe wird schwer für die Niedersachsen: Mit dem HSV hat sich nicht nur der Gewinner des Final Four 2006 qualifiziert, sondern auch das Team, das Heimvorteil in der stimmungsvollen Color Line Arena genießt.
Die Gewinner der zwei Halbfinals tragen am Sonntag das Finale um den DHB-Pokal aus (Anwurf 14.15 Uhr). Für alle Begegnungen des Wochenendes gilt: Es muss eine Entscheidung her. Sollte es nach regulärer Spielzeit unentschieden stehen, so wird das Spiel einmal um zwei mal fünf Minuten verlängert. Steht es danach noch unentschieden, entscheidet das Siebenmeterwerfen.