Der HSG Wetzlar gelang der Coup am 19. Spieltag der Handball-Bundesliga, sie gewannen bei den favorisierten Füchsen Berlin 32:31 (15:17). Bester Spieler bei der HSG und unser Spieler des Tages war Sven-Sören Christophersen, der mit zehn Toren sein Team im Spiel hielt. Christophersen ist einer der begabtesten deutschen Handballer.
Christophersens Stärke: Mit seiner Wurfkraft macht der 1,98 Meter große Rechtshänder gewaltigen Druck aus dem Rückraum. Das mussten gestern die Füchse Berlin erfahren, die den 23-Jährigen kaum bremsen konnten. Kaltblütig verwandelte er darüber hinaus alle Strafwürfe und dribbelte in den letzten zehn Sekunden souverän die Uhr runter, um den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten.
Mit dem Handball begann der gebürtige Lübecker mit sieben Jahren beim ATSV Stockelsdorf. Vom 2003 bis zum Sommer 2008 stand Christophersen bei TBV Lemgo unter Vertrag, sammelte zunächst mit einer Förderlizenz Spielpraxis beim Zweitligisten HSG Augustdorf/Hövelhof. In der Saison 2006/07 ließ er sich an Eintracht Hildesheim ausleihen, ab Januar 2008 verstärkte er für ein halbes Jahr den Wilhelmshavener HV. Dem ambitionierten Rückraumspieler war Matchpraxis wichtiger, als beim Lemgoer Starensemble auf der Bank zu sitzen.
Im November 2007 machte “Smöre” sein erstes Länderspiel für den DHB. Er spielte 2008 bei den Olympischen Spielen und gehörte während der WM in Kroatien zum deutschen Kader. Seit dieser Saison spielt Christophersen bei der HSG Wetzlar. Aktuell steht er auf Platz vier der Torschützenliste und ist die Lebensversicherung der Hessen im Abstiegskampf.
Der 19. Spieltag
SG Flensburg-Handewitt – GWD Minden 35:30
HSG Nordhorn – VfL Gummersbach 28:28
TBV Lemgo – Stralsunder HV 33:20
THW Kiel – HBW Balingen-Weilstetten 41:33
SC Magdeburg – TSV Dormagen 31:24
Frisch Auf Göppingen – MT Melsungen 37:32
TV Großwallstadt – TUSEM Essen 41:23
Füchse Berlin – HSG Wetzlar 31:32
Rhein-Neckar Löwen – HSV Hamburg am 14. April