Die Verletzung von Pascal Hens ist schlimmer als erwartet: Der Handball-Nationalspieler vom HSV Hamburg muss sich nach einer Fraktur des Schienbeinplateaus am 15. August einer Operation unterziehen und fällt voraussichtlich fünf Monate aus.
Der Rückraumspieler hatte sich beim olympischen Turnier gegen Island (29:33) schwer verletzt und war einen Tag später in die Heimat zurückgeflogen. Die Operation wird in der Uniklinik in Münster vorgenommen. “Mir ist eigentlich egal, ob operiert werden muss oder nicht: Ausheilen muss der Knochen so oder so”, zeigte sich Hens gefasst nach der Computertomographie.
“Ich habe volles Vertrauen in unsere Ärzte und will so schnell wie möglich wieder spielen. Aber das Ganze dauert eben seine Zeit”, so der Kommentar von Hens. “Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Natürlich würde ich jetzt lieber den Jungs in Peking und dann meiner Mannschaft in der Bundesliga helfen, aber beim Sport passiert so was halt.”
Für Hamburgs Trainer Martin Schwalb ist der Ausfall seines Leistungsträgers eine schwere Hypothek für die anstehende Saison. “Wir müssen wohl die gesamte Hinrunde auf ‘Pommes’ verzichten. Das ist genau das, was wir uns von den Olympischen Spielen nicht erhofft hatten”, sagte der Coach.