Die HSG Nordhorn will trotz großer finanzieller Probleme ihren Kapitän Holger Glandorf unbedingt halten. Momentan werben mehrere Spitzenklubs der Bundesliga um den Weltmeister.
Manager Bernd Rigterink schloss nicht aus, dass Spieler verkauft werden müssen, um den Bundesligisten am Leben zu halten. Aber der Kapitän soll als Leistungsträger in den Reihen der Sport-Gemeinschaft bleiben. “Wir sind dabei, ein Sanierungskonzept zu erarbeiten. Dieses sieht vor, dass Glandorf bei uns bleibt”, erklärte Rigterink.
Glandorf sagte zu seinem Verein, für den er seit 1999 aktiv ist: “Ich will auf jeden Fall in Nordhorn die Saison zu Ende spielen, das habe ich mir vorgenommen.” Der 25-jährige Nationalspieler würde aber auch zu einem anderen Verein wechseln, wenn der HSG Nordhorn dadurch geholfen werden würde. “Wenn jemand kommt und sagt, ‘Wir müssen dich verkaufen’, dann mache ich das, um dem Verein zu helfen”, meinte der Rückraumspieler gegenüber der Tageszeitung “Die Welt”. Trotzdem hofft Glandorf, dass er in Nordhorn weiterspielen kann.
Dem Verein fehlen nach eigenen Angaben rund 500 000 bis 700 000 Euro. Außerdem wird gegen Nordhorn wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und der Schwarzgeldzahlung gegen die HSG- Marketinggesellschaft ermittelt.