Die Rhein-Neckar Löwen haben einen spektakulören Coup gelandet: Die Mannheimer verpflichteten Jackson Richardson, eine Handball-Legende, der in seiner Blütezeit zu den besten und spektakulärsten Spielern der Welt zählte. Die Löwen reagierten damit auf ihre Verletzungsmisere, denn die Rückraumspieler Grzegorz Tkaczyk und Sergiy Shelmenko fallen langfristig aus. Als gestern die Löwen den HSV Hamburg mit 34:33 (17:12) besiegten, kam der Franzose bereits zum Einsatz.
“Jackson ist sicherlich eine der schillerndsten Persönlichkeiten im Handball. Aber wir sollten keine Wunderdinge von ihm erwarten. Er kommt aus dem Ruhestand”, sagte Thorsten Storm, der Geschäftsführer der Rhein-Neckar Löwen. Richardson hatte seine Karriere im vergangenen Jahr eigentlich bei Chambéry Savoie beendet.
Der mittlerweile 39-Jährige brillierte früher als Mittelmann mit spektakulären Anspielen und als Deckungsspezialist auf der vorgezogenen Position. In Frankreich, der wahrhaftigen “Grande Nation” im Welthandball, wurde der Mann mit den Rasta-Locken zum “Handballer des Jahrhunderts” geadelt. Die Bundesliga kennt Richardson bereits: Von 1997 bis 2000 spielte der Franzose für den TV Großwallstadt.