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Handball droht das Aus bei Olympischen Spielen

Autor: Sonja Beckmann
abgelegt in: Olympische Spiele

Gefährliches Spiel: Handball droht der Ausschluss aus dem Programm der Olympischen Spiele. Nach Informationen des “Hamburger Abendblatts” und des ZDF hat der Weltverband IHF wesentliche Bestimmungen der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) nicht erfüllt. Im Mittelpunkt der Vorwürfe seitens der IHF-Mediziner steht der ägyptische Präsident Hassan Moustafa. Die Wada setzte eine Frist bis Mai zur Erfüllung der Auflagen. Das Internationale Olympia-Komitee berät im Oktober über das künftige Programm.

Die Vorwürfe: Obligatorische Vor-Wettkampf-Kontrollen seien nicht durchgeführt worden. Auch habe die IHF ihre Anti-Doping-Einheit aufgelöst und das Budget der medizinischen Kommission gestrichen. Die Anti-Doping-Politik des Weltverbandes sei “irre” und “ein Trauerspiel”, klagte der Österreicher Hans Holdhaus. Das Mitglied der medizinischen Kommission der IHF lässt wie seine dänische Kollegin Inge-Lis Kanstrup derzeit die Arbeit ruhen, weil sich die IHF-Spitze um den umstrittenen ägyptischen Präsidenten Hassan Moustafa beharrlich weigert, die Bestimmungen der World-Anti-Doping-Agentur zu erfüllen. Holdhaus warnt: “Der olympische Status des Handballs ist in absoluter Gefahr.”

Die Wada bittet in einem Schreiben vom 26. November 2008 unter dem Betreff “Non-Compliance with the World Anti-Doping-Code” um “schnellst möglichen Kontakt” und um weitere Informationen in dieser Sache. Spätestens bis Mai 2009 muss die IHF den Anforderungen genügen. Ansonsten ist die Suspendierung als olympische Sportart, glaubt nicht nur Holdhaus, bei der IOC-Session Anfang Oktober in Kopenhagen nicht zu vermeiden. Äußerst unangenehme Nachrichten vor der Handball-WM in Kroatien, die am 16. Januar beginnt.


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