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Füchse Berlin haben Klassenerhalt so gut wie sicher

Autor: Sonja Beckmann
abgelegt in: Handball Bundesliga

In einem kampfbetonten Spiel konnten sich die Füchse Berlin gegen den direkten Tabellennachbarn aus Balingen mit 32:30 (16:15) durchsetzen. Mit nunmehr 20 Punkten ist der Klassenerhalt der Berliner zwar rechnerisch noch nicht ganz wasserdicht, aber doch sehr wahrscheinlich. Erfolgreichste Werfer waren bei den Füchsen Kjetil Strand und Konrad Wilczynski mit 7 und auf Seiten des HBW Balingen-Weilstetten der Ex-Berliner Daniel Brack mit 10 Toren.

Die 4744 Zuschauer sahen eine hart geführte Partie. Bereits nach 1:22 Minuten gab es die erste Hinausstellung für den Balinger Daniel Sauer. Doch auch auf Seiten der Berliner stieg Hany El Fakharany hart ein und bekam nach neun gespielten Minuten die zweite Zeitstrafe. Absetzen konnte sich keines der Teams, mit 16:15 ging es in die Halbzeit.

Auch in der zweiten Hälfte wählten beide Mannschaften eine recht robuste Gangart. Kaum einer der Spieler kam richtig ins Laufen. In der 47. Minute wurde es dann konfus. Nach Ballgewinn für Berlin durch Bartlomiej Jaszka kam der Pass auf Wilczynski nicht an, weil der Berliner Linksaußen von einem Balinger Spieler gehalten wurde. Die Schiedsrichter entschieden nach Absprache zuerst auf Freiwurf für Balingen und dann doch für die Füchse. Strand wuchtete im Anschluss den Ball zum 25:22 ins Tor, das war die Vorentscheidung. Am Ende zeigte Strand in der 60. Minute noch ein Schmankerl, als er einen Anwurf direkt verwandelte. Balingen hatte mit 7 Feldspielern gespielt, Torwart Christian Ramota schaffte es nicht schnell genug zurück in seinen Kasten.

Nach dem Spiel analysierte der Balinger Coach Rolf Brack: “Der Sieg ist wegen des Verlaufs in der zweiten Halbzeit verdient. Wir hatten schon vor vier Wochen zwanzig Punkte, das ist natürlich gefährlich. Wenn taktisch so wenig vom Gegner geboten wird wie heute, kann man nicht mehr machen.” Füchse-Trainer und -Laufcoach Jörn-Uwe Lommel entgegnete: “Ich habe in den 27 Jahren meiner Karriere noch nie eine Mannschaft erlebt, die so schmutzig Abwehr spielt. Das war eine Art von Handball die man sich so nicht anschauen muss. Die Partie blieb bis zum Ende ein Nervenkrieg, wir haben am Ende eine ,Schlacht gewonnen’. Der Klassenerhalt ist nun greifbar nah.”


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