Die Frauen-Handball WM findet diesmal im tropischen Klima Brasiliens statt. Gut vorbereitet und mit großen Zielen startet die deutsche Nationalmannschaft in den Wettkampf.
Karneval, Sonne, Strand und Zuckerhut sind wohl die ersten Dinge die mit Brasilien assoziiert werden, doch vom 2. bis 18. Dezember steht das Land ganz im Zeichen der Frauen-Handball WM. Die Internationale Handballföderation (IHF) veranstaltet in diesem Jahr dort die 20. Frauen-Handball Weltmeisterschaft, an der 24 Teams aus aller Welt teilnehmen werden. Automatisch für diesen Wettkampf qualifiziert ist neben dem Gastgeberland Brasilien auch die Russische Nationalmannschaft, welche den Weltmeistertitel im Jahre 2009 bereits zum dritten mal in Folge holte. Ein solcher „Hattrick“ gelang bis dahin nur der Nationalmannschaft der UdSSR mit dem WM-Sieg in den Jahren 1982, 1986 und 1990.
In ihrem ersten ersten Spiel dieses Turniers am 3. Dezember tritt die deutsche Nationalmannschaft gegen Norwegen an. Der Rekord-Europameister und Olympiasieger ist ein ebenfalls sehr ernst zu nehmender Gegner. Doch aufgrund der guten Vorbereitung durch Bundestrainer Heine Jensen in der Halle und im Kraftraum sind die Spielerinnen gut vorbereitet. Jensen ist es zudem gelungen dem Team das Selbstvertrauen zurückzugeben, sodass die gesteckten Ziele durchaus erreichbar sind.
Das Hauptziel der deutschen Frauen-Handball Nationalmannschaft ist eine bessere Repräsentation des Landes nach dem unehrenhaften Vorrunden-Aus bei der EM. Als weiteres großes Ziel haben sich die Spielerinnen zunächst den Einzug ins Viertelfinale gesetzt, denn dadurch wäre die Teilnahme an einem der drei Olympia-Qualifikationsturniere im Mai gesichert. Kapitänin Isabell Klein gibt sich zuversichtlich was die Teilnahme an Olympia betrifft, auch wenn dem deutschen Kader mit Nina Wörz, Susann Müller und Nadine Härter starke Spielerinnen fehlen. Rekordnationalspielerin und Handballstar Grit Jurack bleibt der WM ebenfalls fern, allerdings aus privaten Gründen.
Brasilien ist heimlicher Favorit
Präsent sind hingegen die Österreicher, denn gleich acht Spielerinnen der brasilianischen Nationalmannschaft stammen aus dem Kader des achtfachen EHF Champions League Gewinners Hypo Niederösterreich. Die Motivation ist für sie besonders groß, da sie zum einen die Gastgeber sind, zum anderen würde das Erreichen des Viertelfinales ihnen die Teilnahme am Wettkampf um den Olympia Titel im eigenen Land ermöglichen.