Im Frauen-Handball erreichte die Deutsche Nationalmannschaft den ersten Sieg unter Brand als neuem Sportmanager des Deutschen Handballbundes DHB. Gegen Weißrussland konnten sie sich mit einem phasenweise überzeugenden Spiel behaupten.
Den Sieg in der EM-Qualifikation im Frauen-Handball beurteilte Brand als klar und gelungen, obwohl es teilweise auch deutliche Schwachstellen im Spiel der deutschen Handball-Frauen gab. Es fehlte oftmals noch an der Abstimmung und etliche Bälle wurden verworfen. Letztendlich überzeugten die deutschen Damen mit einem Endstand von 27:19 und starteten so erfolgreich in die Qualifikationsspiele für die EM 2012.
Das erste Qualifikationsspiel für die EM 2012 im Frauen-Handball war zugleich auch eine Premiere für Heiner Brand in seiner neuen Rolle als Sportmanager des DHB. Der langjährige Bundestrainer der Männer zeigte, dass es ihm ernst ist, sich auch in den Frauen-Handball einzuarbeiten. Nachdem er das Spiel in der Brandenburghalle in Frankfurt/Oder aufmerksam verfolgte, besuchte er am nächsten Tag den Lehrgang der Frauen in der Sportschule Kienbaum, wo insbesondere das Training mit Øyvind Rønhovde, dem neuen norwegischen Athletiktrainer, begutachten wollte.
Heiner Brand zeigte sich interessiert und möchte seine Erfahrungen aus dem Männerbereich nutzen und überlegen, welche Veränderungen auch der Frauenmannschaft hilfreich sein könnten. Sein gutes Verhältnis zum Frauen-Bundestrainer Heine Jensen ist sicherlich von Vorteil, um innovative Trainingsmethoden zu etablieren. Jensen versteht es, die unterschiedlichen pädagogischen Herangehensweisen im Frauen-Handball, im Vergleich zu den Männern, umzusetzen und zeigt, mit dem siebten Sieg in neun Spielen, dass sein Training erfolgreich ist.
Auch ohne Grit Jurack, der Rekord-Nationalspielerin, wollten die deutschen Handballerinnen im letzten Heimspiel vor der WM überzeugen. Jurack hatte ihre WM-Teilnahme aus persönlichen Gründen abgesagt, und so leitete ihre Nachfolgerin Isabell Klein die Mannschaft durch das Spiel. Anfangs noch spürbar nervös und einem 0:1 in der ersten Minute gegen die Weißrussinnen, erspielten sich die Deutschen einen Vorsprung auf 4:1 bis zur 6. Minute.
Doch das Team, das im Angriff durchaus variabel und druckvoll agierte, ließ auch einige Fehler zu, sodass die Weißrussische Mannschaft in der 12. Minute auf 4:3 aufholte. Nur dank einer guten Abwehr und der überzeugenden Torhüterin Katja Schülke, gingen die deutschen Handball-Frauen mit einer Führung in die Pause. Der Zwischenstand von 15:10 stimmte optimistisch für die zweite Halbzeit und mit einem starken Zwischenspurt und einem vorentscheidenden 24:11 in der 44. Minute, konnten die Erwartungen erfüllt und ein 27:19 Sieg gefeiert werden.