Der TBV Lemgo steht im Halbfinale des EHF-Pokal, soviel ist sicher. Allerdings steht Lemgo auf wackeligen Beinen. Nach der deutlichen Niederlage gegen La Rioja wird es schwer im Halbfinalrückspiel.
Ein deutsches Finale im EHF-Pokal ist mit der Niederlage des TVB Lemgo in Spanien und dem knappen Sieg der SG Flensburg-Handewitt in etwas weitere Ferne gerückt.
Gegen spanische Mannschaften zu gewinnen ist kein leichtes Unterfangen, denn die Spanier haben eine starke Handball-Liga und mit Ciudad Real den wohl stärksten Handball-Club der Welt. Und dennoch, dass es geht bewies erst jüngst der HSV Hamburg, der die scheinbar Unbesiegbaren besiegte und in der Champions League einen Schritt weiter kam.
Der TBV Lemgo hatte mit seinem „Spanier“ nicht so viel Glück, im Gegenteil, es hagelte eine 25:30 Niederlage gegen La Rioja. Vor 3000 Zuschauern waren Florian Kehrmann mit sechs Treffern und Michael Kraus mit fünf Toren die besten Werfer im Team von Trainer Volker Mudrow. Lemgo begann gut, lag anfangs sogar in Führung, doch dann sorgten Unkonzentriertheiten in der Defensivleistung schnell für eine Kehrtwendung im Spiel.
Am 2. Mai empfängt der TBV Lemgo La Rioja in der heimischen Lipperlandhalle und macht unter seinen Anhängern bereits mächtig Stimmung. Um den Fünf-Tore-Rückstand wett zu machen, brauchen die Ostwestfalen auch jede Menge Unterstützung.
„Nun ist Halbzeit im Halbfinale, wir werden uns sammeln und im Rückspiel alles versuchen, um noch den Einzug ins Finale zu schaffen. Dafür müssen wir eine überragende Deckungsleistung bieten und unsere Torhüter müssen besser halten als in diesem Spiel“, analysierte Trainer Mudrow auf der Lemgo-Homepage. Vor allem aber muss der TBV Lemgo wohl darauf achten, ihre Torchancen auch zu nutzen.