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Dopingskandal im Frauen Handball

Autor: Carsten
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Im Frauen Handball ist jüngst ein Dopingskandal aufgedeckt worden. Gegen zwei Mitarbeiter der privaten Doping-Kontroll-Firma Serco Control wurden Ermittlungen eingeleitet. Ihnen wird Betrug und Urkundenfälschung vorgeworfen. Leidtragender ist der deutsche Frauen Handball.

Urinprobe @flickr/ euthman

Eigentlich hätten die beiden beauftragten Doping-Kontrolleure der Firma Serco Control nach den Frauen Handball-Spielen FSV Mainz gegen DJK/MJC Trier am 9. Januar 2010 (Pokal) sowie der Partie TuS Metzingen gegen die HSG Bad Wildungen am 12. Dezember 2009 (2. Liga) Urinproben der Spielerinnen nehmen müssen. Das taten sie aber nicht und brachten den DHB damit in die Bedouille.

Dopingskandal im Frauen Handball

Wie sich herausstellte, haben die Kontrolleure der Firma Serco Control keine Proben der DHB-Frauen genommen und stattdessen eigene Urinproben eingeschickt und für jede Probe 434 Euro kassiert. Anschließend haben sie gar Unterschriften von Spielerinnen und Betreuern gefälscht, meldete die dpa. Nachdem der Betrug im Labor aufflog, kam zunächst der Deutsche Handball Bund (DHB) in die Bredouille. Gar die Nationale Anti-Doping-Agentur NADA hat sich eingemischt.

NADA lehne in diesem Fall jegliche Verantwortung ab, berichtete die pda, der DHB sei hier in der Pflicht und hätte sich kein Partner aus der privaten Wirtschaft suchen sollen. Die NADA selbst arbeitet seit Jahren mit dem unabhängigen Institut PWC GmbH (Physical Work Control) zusammen.

Serco Controll entschuldigt sich

Dieser neuerliche Dopingskandal belastet den Kampf gegen Doping schwer, stellt sich doch die Frage, wie Kontrollen organisiert sind. Der DHB zog aus dem Skandal seine Konsequenzen und kündigte den Vertrag mit der Firma Serco Control auf. Außerdem fordert der Verband Schadensersatz in Höhe von 6.000 Euro für die ihm entstandenen Kosten.

Serco Control hat sich unterdessen entschuldigt und die beiden freien Mitarbeiter entlassen. Das Mannheimer Unternehmen haben darüber hinaus Strafanzeige gegen den beschuldigten Mann wegen “Verdacht des Betruges und der Urkundenfälschung” gestellt. Serco Control bedauere die Trennung vom DHB nach 17 -jähriger Zusammenarbeit, hieß es.


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