Der Traum von Handball-Nationalspieler Oleg Velyky, diesmal bei den Olympischen Spielen teilnehmen zu können, ist endgültig geplatzt. Der HSV-Spieler musste schon die WM und die EM wegen einer Verletzung absagen. weiterlesen »
Eine Nacht grübelte Bundestrainer Heiner Brand nach den beiden Länderspielen gegen Ägypten noch, um zu entscheiden, wen er aus dem vorläufigen Olympia-Kader der deutschen Handballer streichen wird. “Die Entscheidungen gestalteten sich sehr schwierig, weil die Spieler leistungsmäßig doch alle sehr eng beieinander liegen”, sagte der Bundestrainer. weiterlesen »
Seit Sonntag trainiert die Nationalmannschaft der Frauen in Brixen, um sich auf die Olympischen Spiele vorzubereiten. Nach dem Grundlagenlehrgang in Tauberbischofsheim rückt nun Handball mehr und mehr in den Fokus. Sportliche Höhepunkte des bis zum 16. Juli dauernden Aufenthaltes sind zwei Länderspiele gegen Frankreich am nächsten Wochenende in Brixen. „Auf dem Weg nach Peking ist bei diesen Tests jede Minute für uns wichtig, um uns konzentriert einzuspielen“, sagt Bundestrainer Armin Emrich.
Die DHB-Frauen bestreiten vor den Olympischen Spielen noch sechs Länderspiele, am 19. und 20. Juli gegen Schweden und am 26. und 27. Juli gegen Angola. Am Sonntag absolvierte das Team nach der Ankunft in Südtirol lediglich eine Kräftigungseinheit mit Gymsticks und ein kurzes Fußballspiel. Das intensive Programm beginnt am Montag. Mit von der Partie ist auch Bundestorwarttrainer Andreas Thiel.
Nach dem knappen 26:25-Erfolg über Ägypten vom Vortag verlor die deutsche Nationalmannschaft gestern in Hannover mit 20:22 (9:14) gegen den Afrika-Meister. Beim DHB-Team offenbarten sich in der Defensive und im Angriff viele Defizite. weiterlesen »
Mit großen Zielen und einer neuen Optik bläst der Deutsche Handballbund (DHB) in Hinblick auf die Olympischen Spiele in fünf Wochen zum Aufbruch. Dabei sollen zwei Medaillen in China errungen werden. weiterlesen »
Mit ungewöhnlichen Methoden begannen die deutschen Handballerinnen die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Peking. In Tauberbischofsheim hat Bundestrainer Armin Emrich äußerst kreativ und innovativ mit dem 20 Spielerinnen großen Kader gearbeitet. Neben auf die Bedürfnisse des Handballsports zugeschnittenen Krafttrainingsformen, einer Aerobicstunde und Fahrradeinheiten versuchte sich das Team um Kapitänin Grit Jurack auch in fremden Disziplinen wie Karate und Fechten.
Besonders beliebt bei den Spielerinnen war der Fechtkurs im Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim. OSP-Leiter Daniel Strigel, der 2004 in Athen mit der Degenmannschaft Bronze gewann, und die Trainer Joachim Braun und Ulrich Eifler führten die Spielerinnen in die hohe Kunst des Fechtens ein. “Die Tage in Tauberbischofsheim waren für uns sehr wertvoll. Wir haben auf dem Weg zu den Olympischen Spielen eine gute Grundlage geschaffen”, sagte Emrich.
Die Olympia-Vorbereitung geht am 6. Juli in Brixen in Südtirol weiter. Emrich wird auch diese Phase mit 20 Spielerinnen bestreiten. Am 12. und 13. Juli stehen gegen Frankreich, den Weltmeister von 2003, Testspiele auf dem Programm.
Am heutigen Montag wurden die Gruppen für die Olympischen Spiele 2008 in Peking ausgelost. Dabei ist Deutschland bei den Herren in die Gruppe B gelost worden und trifft dort auf Europameister Dänemark, Rekord-Olympiasieger Russland, Südkorea, Island und Ägypten. Dabei dürften den Deutschen die letzte Begegnung gegen die Dänen in unliebsamer Erinnerung ist, gegen die man in einem spannenden Spiel bei der Europameisterschaft verloren hatte. Neben Dänemark wird wohl Russland die größte Hürde für die Handballer darstellen, wobei diese in den vergangenen Jahren unter ihren Möglichkeiten agierten. Die restlichen drei Gegner müssen die Deutschen schlagen, damit nicht schon in der Vorrunde das olympische Turnier beendet sein soll.
Die deutschen Handball-Frauen haben eine sehr schwere Gruppe erwischt. So treffen sie unter anderem auf Weltmeister Russland, den Olympiazweiten von Athen Südkorea sowie Schweden, Ungarn und Brasilien. Können jedoch die Frauen an die sehr gute Leistung von der letzten Weltmeisterschaft anknüpfen, wo sie die Bronzemedaille errangen, können sie auch bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking eine sehr gute Rolle spielen.
Männer
Gruppe A: Polen, Frankreich, Kroatien, China, Spanien, Brasilien
Gruppe B: Deutschland, Dänemark, Russland, Südkorea, Island, Ägypten
Frauen
Gruppe A: Norwegen, Rumänien, Frankreich, China, Angola, Kasachstan
Gruppe B: Deutschland, Brasilien, Schweden, Ungarn, Russland, Südkorea
Bundestrainer Heiner Brand hatte nach der Absage von Markus Baur ein Problem. Wer könnte nun bei den Olympischen Spielen die Nationalmannschaft führen, anleiten und vor allem mitreißen? Brand wählte die wohl plausibelste aller Lösungen: “Ich habe mich entschlossen, Christian Schwarzer als Kreisläufer für Peking zu nominieren.”
Eigentlich hatte der 38-Jährige von den Rhein-Neckar Löwen seine internationale Karriere bereits 2004 beendet. Doch als sich bei der WM 2007 Andrej Klimovets verletzte, nominierte Brand Schwarzer, der das Turnier als ZDF-Experte begleiten wollte, kurzerhand nach. Als hätte das Team nur auf ihn gewartet, war Schwarzer am Titelgewinn maßgeblich beteiligt und trat nach dem Triumph wieder zurück.
Vor gut zwei Wochen telefonierte Brand mit Schwarzer und versuchte, ihn für seine Idee zu begeistern. “Blacky zählte in der abgelaufenen Saison zu den besten Kreisläufern der Liga. Zudem entstand dadurch, dass Markus Baur seinen Olympia-Verzicht erklären musste, eine veränderte Situation in der Führungsstruktur unserer Mannschaft”, sagte Heiner Brand.
Eine Woche nahm sich Schwarzer Zeit für seine Entscheidung. Am Ende seiner Überlegungen stand für Schwarzer fest: “Ich nehme das Abenteuer Olympia zum vierten Mal in Angriff. Ich habe gesagt, dass ich bereit bin, wenn Not am Mann ist. Jetzt werde ich zu meinem Wort stehen.” Der Kreisläufer, der in 310 Länderspielen 949 Tore erzielte, wird in einem Monat, am 9. Juli, zum deutschen Nationalteam stoßen und beim Vorbereitungslehrgang in Meran/Südtirol das Training mit der Mannschaft aufnehmen.
Bundestrainer Heiner Brand hat 22 Spieler für das erste olympische Trainingslager, das am 9. Juni beginnt, nominiert. Neu dabei ist der Rückraumspieler Oliver Köhrmann. Nachdem Brand auf den Regisseur Markus Baur wegen dessen Trainertätigkeit beim TBV Lemgo verzichten muss, entschied sich Brand für den Wilhelmshavener: “Köhrmann ist ein Spieler, der über die nötige Erfahrung verfügt, die bei einem so großen Turnier wichtig sein kann.”
Aus dem 30er-Aufgebot wurden Silvio Heinevetter, Frank von Behren, Markus Baur, Christian Schöne, Timo Salzer, Oleg Velyky und Christian Schwarzer gestrichen. Auf der Kreisläufer-Position wird neben Andrej Klimovets und Oliver Roggisch nur einer der drei übrigen Kandidaten – Sebastian Preiß, Jens Tiedtke, Christoph Theuerkauf – berufen.
Mit Frank von Behren führte Brand ein langes Gespräch: “Er fühlt sich im Augenblick körperlich ausgelaugt.” Für den lang verletzten Oleg Velyky hält der Bundestrainer seinen Kader offen: “Für ihn bleibt, wenn er wieder fit ist, immer ein Platz bei uns frei.” In der Vorbereitungszeit wird das Aufgebot weiter reduziert. “Mit dem großen Kader erreichen wir unser Ziel, auf einigen Positionen einen echten Konkurrenzkampf zu entfachen.”
Das vorläufige DHB-Olympia-Aufgebot: Henning Fritz (Rhein-Neckar Löwen, 229/-), Johannes Bitter (HSV Hamburg, 89/2), Carsten Lichtlein (TBV Lemgo, 92/1), Pascal Hens (HSV Hamburg, 148/439), Oliver Roggisch (Rhein-Neckar Löwen, 86/23), Dominik Klein (THW Kiel, 65/130), Holger Glandorf (HSG Nordhorn, 82/266), Christian Zeitz (THW Kiel, 155/444), Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen, 16/44), Torsten Jansen (HSV Hamburg, 139/379), Andrej Klimovets (Rhein-Neckar Löwen, 61/151), Michael Kraus (TBV Lemgo, 59/142), Florian Kehrmann (TBV Lemgo, 212/785), Christian Sprenger (SC Magdeburg, 36/68), Lars Kaufmann (TBV Lemgo, 46/71), Martin Strobel (HBW Balingen-Weilstetten, 11/25), Sven-Sören Christophersen (Wilhelmshavener HV, 9/18), Michael Haaß (TSV GWD Minden, 19/20), Stefan Schröder (HSV Hamburg, 26/49), Michael Müller (TV Großwallstadt, 3/2), Oliver Köhrmann (Wilhelmshavener HV, 6/4)
und einer von diesen Spielern: Sebastian Preiß (TBV Lemgo, 95/224), Jens Tiedtke (TV Großwallstadt, 48/72), Christoph Theuerkauf (SC Magdeburg, 10/20)
Gestern war es endlich soweit, Heiner Brand hat sein vorläufiges Olympia-Aufgebot vorgestellt. Die größte Überraschung ist die erneute Nominierung von Christian Schwarzer. Der 38 jährige Kreisläufer hatte eigentlich nach der Weltmeisterschaft seine Karriere in der Nationalmannschaft für beendet erklärt und wollte sich eigentlich nur noch auf die Rhein-Necker-Löwen konzentrieren.
Aber wenn der Bundestrainer ruft, kann man schlecht ablehnen und schon gar nicht, wenn es sich um Olympia handelt.
Insgesamt hat Brand 30 Spieler vorläufig nominiert, von denen 18 Spieler aus dem WM-Kader stammen und 8 Spieler sogar schon Olympiaerfahrungen mitbringen.
Vorläufig heißt ja bekanntlicher Weise nicht endgültig und so schrumpft der Kader bereits nach der Handball Bundesliga und dem All-Star-Game in Berlin auf nur noch 20 Spieler, von denen dann wiederum aber nur 14 Spieler mit nach Peking fahren dürfen.
Also wer sind die 30 Spieler, die nach Gold streben:
Torhüter:
Henning Fritz (Rhein-Neckar Löwen, 229 Länderspiele/0 Tore),
Johannes Bitter (HSV Hamburg, 89/2),
Carsten Lichtlein (TBV Lemgo, 92/1),
Silvio Heinevetter (SC Magdeburg, 7/0)
Feldspieler:
Pascal Hens (HSV Hamburg, 148/439),
Frank von Behren (TSV GWD Minden, 167/356),
Oliver Roggisch (Rhein-Neckar Löwen, 86/23),
Dominik Klein (THW Kiel, 65/130),
Sebastian Preiß (TBV Lemgo, 95/224),
Jens Tiedtke (TV Großwallstadt, 48/72),
Holger Glandorf (HSG Nordhorn, 82/266),
Markus Baur (TBV Lemgo, 228/712),
Christian Zeitz (THW Kiel, 155/444),
Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen, 16/44),
Torsten Jansen (HSV Hamburg, 139/379),
Andrej Klimovets (Rhein-Neckar Löwen, 61/151),
Michael Kraus (TBV Lemgo, 59/142),
Florian Kehrmann (TBV Lemgo, 212/785),
Christian Schöne (FA Göppingen, 61/75),
Christian Sprenger (SC Magdeburg, 36/68),
Lars Kaufmann (TBV Lemgo, 46/71),
Martin Strobel (HBW Balingen-Weilstetten, 11/25),
Sven-Sören Christophersen (Wilhelmshavener HV, 9/18),
Michael Haaß (TSV GWD Minden, 19/20),
Timo Salzer (HSG Wetzlar, 5/8),
Stefan Schröder (HSV Hamburg, 26/49),
Oleg Velyky (HSV Hamburg, 38/124),
Christian Schwarzer (Rhein-Neckar Löwen, 310/949),
Christoph Theuerkauf (SC Magdeburg, 10/20),
Michael Müller (TV Großwallstadt, 3/2)
Meiner Meinung nach sind keine großen Überraschungen neben Christian Schwarzer zu sehen und kann man wahrscheinlich auch nicht erwarten.
Ich kann mir vorstellen, dass im großen und ganze fast die gleiche Mannschaft auf der Platte stehen wird wie bei der Europameisterschaft. Gott sei Dank beginnt Olympia erst im August, dass heißt erst den Deutschen bei der Fussball EM die Daumen drücken und dann Brands Jungs bei Olympia unterstützen.
Was für ein Sommer