Sein Markenzeichen sind Tempogegenstöße – kaum einer taucht so schnell vor dem gegnerischen Tor auf wie Dominik Klein, der Linksaußen vom THW Kiel. Bundestrainer Heiner Brand schätzt den 25-Jährigen, weil er der Mann für die so wichtigen “einfachen Tore” ist. Auch von Kleins Treffsicherheit wird das Abschneiden der Deutschen bei der WM in Kroatien abhängen.
Markus Baur wird am 7. Januar in Stuttgart seinen Abschied vom deutschen Team feiern. Der langjährige Kapitän der Nationalmannschaft tritt in der ausverkauften Porsche-Arena mit einem Allstar-Team gegen den neu formierten Handball-Weltmeister an.
Der Lemgoer Markus Baur hat für seinen letzten Auftritt eine Mannschaft erster Güte zusammengestellt. Spieler wie die ehemaligen Welthandballer Henning Fritz und Daniel Stephan, die Weltmeister Christian Schwarzer, Florian Kehrmann und Andrej Klimovets sowie die internationalen Stars Stefan Lövgren (Schweden), Olafur Stefansson (Island) und Mirza Dzomba (Kroatien) wollen das neu formierte Team von Bundestrainer Heiner Brand auf Herz und Nieren testen. „Markus Baur hat mir versprochen, dass wir ein richtiges Handballspiel absolvieren“, erklärte der Coach.
Der nun auf dem Trainerstuhl beim derzeitigen Bundesliga-Dritten TBV Lemgo sitzende Baur bestritt in seiner aktiven Laufbahn 410 Bundesliga-Partien und 227 Spiele für die DHB-Auswahl, mit der er 2004 Europameister und 2007 vor heimischer Kulisse Weltmeister geworden war.
Der 37-Jährige wird bei der WM in Kroatien als Handball-Experte beim Fernsehsender RTL die Partien des deutschen Teams analysieren.
Noch knapp zwei Wochen bis zur WM in Kroatien – gegen Griechenland präsentieren sich die deutschen Handballer in passabler Form, obwohl zahlreiche Leistungsträger geschont wurden. Gegen Griechenland siegte das Team von Bundestrainer Heiner Brand am Sonntag mit 27:22 (16:11). Am Tag zuvor gab es ein 31:28 (14:12). “Das nehmen wir als Motivation mit”, sagte Kapitän Holger Glandorf.
Bundestrainer Heiner Brand beginnt heute mit 19 Spielern in Kaiserau die Vorbereitung auf die WM in Kroatien. Am 3. Januar in Minden und am 4. Januar in Kassel stehen Testspiele gegen Griechenland an. Nach dem Abschiedsspiel für den Weltmeister und 227-maligen Nationalspieler Markus Baur am 7. Januar in Stuttgart fliegt das DHB-Team nach Algeciras in Spanien und trifft dort auf Portugal, Argentinien und den Gastgeber. Am 14. Januar geht es dann nach Kroatien, wo das Team in Varazdin die Vorrunde bestreitet.
Bei der 21. Handball-Weltmeisterschaft vom 16. Januar bis zum 1. Februar 2009 treten die deutschen Herren zur Titelverteidigung in Kroatien an. Erst werden in der Vorrunde 24 Teams in vier Gruppen um den Hauptrundeneinzug kämpfen. Dann geht es in zwei Gruppen um den Einzug in die Halbfinals. Entweder qualifiziert sich das Team von Bundestrainer Heiner Brand für die Ausscheidungsspiele und kämpft im Semifinale und Finale um den Titel oder es geht in den Platzierungsspielen um die Plätze 3 bis 12. weiterlesen »
Weltmeister Florian Kehrmann will trotz seiner Nominierung durch Bundestrainer Heiner Brand nicht bei der Weltmeisterschaft vom 16. Januar bis 1. Februar 2009 in Kroatien für den DHB spielen. Der Rechtsaußen des Bundesliga-Zweiten TBV Lemgo will aber nicht vom Nationalteam zurücktreten.
“Von einem Comeback zu sprechen, ist Quatsch. Ich werde mich in den nächsten Tagen mit dem Bundestrainer treffen und die Lage erörtern. Im Moment möchte ich die WM nicht spielen, es sei denn, dass sich Sprenger oder Schröder verletzen. Dann bin ich der Letzte, der sagt, ich mache es nicht”, erklärte Florian Kehrmann in der Online-Ausgabe der Tageszeitung “Neue Westfälische“.
Bundestrainer Heiner Brand nominierte vor kurzem auch die Rechtsaußen Christian Sprenger (Magdeburg), Christian Schöne (Göppingen) und Stefan Schröder (Hamburg) für den vorläufigen 28-köpfigen Kader der bis zum WM-Start noch bis auf 16 Spieler reduziert werden muss. “Heiner hat bei der WM eine einmalige Chance, zu testen. Er hat keinen Druck, er hat einen Umbruch eingeleitet. Das ist wie bei der WM in Tunesien 2005 oder bei der EM 2006 in der Schweiz, als wir überraschend für alle Fünfter geworden sind”, erklärte der 31-Jährige weiter.
Der Nationalmannschaft will Kehrmann aber nicht den Rücken kehren. Eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London lässt er aber offen.
Der zuletzt nicht berücksichtigte Weltmeister Florian Kehrmann gehört dem vorläufigen deutschen Aufgebot für die Handball-WM 2009 in Kroatien an. Bundestrainer Heiner Brand berief den Lemgoer in den 28er-Kader.
Auch der Hamburger Pascal Hens ist nach seiner schweren Knieverletzung, die er sich bei den Olympischen Spielen in Peking zugezogen hatte, wieder dabei. Ansonsten setzt der Bundestrainer im Hinblick auf Olympia 2012 in London weitgehend auf den Nachwuchs. “Ich freue mich darauf, mit den neuen Spielern im Team die WM in Kroatien in Angriff zu nehmen”, sagte Brand.
Die deutschen Handball-Frauen haben bei der EM in Mazedonien Platz vier erzielt. Das DHB-Team verlor im „kleinen Finale“ gegen Weltmeister Russland mit 21:24 (11:17). Alter und neuer Europameister ist Norwegen. Im Endspiel setzten sich die Olympiasiegerinnen souverän gegen Spanien mit 34:21 (13:12) durch und feierten ihren dritten kontinentalen Triumph in Folge.
So sieht der alte und neue Europameister aus:
Schon wie vor zwei Jahren verpassten die deutschen Damen eine Medaille und verloren zum dritten Mal in Serie ein EM-Halbfinale. Beste Torschützin für den DHB war Stefanie Melbeck (6) in ihrem 200.Länderspiel. Die Truppe von Bundestrainer Armin Emrich verpasste durch die Niederlage auch die direkten Qualifikationen für die WM 2009 in China und die EM 2010 in Dänemark und Norwegen. In der WM- Ausscheidung muss das deutsche Team nun im Juni gegen Serbien antreten.
“Diese EM war eine Megasteigerung im Vergleich zu Olympia. Wir gehören aktuell zu den besten Vier in Europa und damit zur Weltelite”, meinte DHB-Kapitänin Grit Jurack, die im Spiel um Platz drei wegen ihrer Verletzung am Finger passen musste. “Es ist jammerschade. Wir haben ein tolles Turnier gespielt, aber das Sahnehäubchen fehlt jetzt”, meinte Emrich geknickt.
Die deutschen Handball-Frauen haben bei der EM in Mazedonien mit der 29:32 (13:12)-Halbfinalniederlage gegen die Spanierinnen den ersehnten Finaleinzug verpasst. Im Spiel um Bronze trifft die Auswahl von Bundestrainer Armin Emrich auf Russland, die gegen Olympiasieger Norwegen mit 24:18 (12:7) unterlagen.
Dass Überraschungsfinalist Spanien in die Endrunde einzieht, lag nicht an der technischen Überlegenheit. Allein die Motivation und der Kampfeswille sorgten für den ersten Finaleinzug der Ibererinnen.
Beste Torschützinnen der deutschen Damen waren Grit Jurack (9/1) und Nadine Krause (6). Jurack wird im „kleinen Finale“ aber nicht um Bronze mitspielen können. Die 31-Jährige hat sich einen Fingerbruch in der rechten Hand zugezogen. Die Rückraumspielerin vom dänischen Spitzenclub Viborg HK glaubt aber an ihre Teamkolleginnen: “Wir haben letztes Jahr das Halbfinale auch verloren. Jetzt wollen wir wieder die Bronzemedaille.”
Anna Loerper will das EM-Turnier nun unbedingt als EM-Dritte beenden. “Es wird schwer, den Schalter umzulegen. Aber wir wollen uns nochmal eine Bronzemedaille umhängen nach dem bisher tollen Turnier, das wir mit dem verpassten Finale etwas verbockt haben”, sagte die Spielmacherin. Im letzten Spiel Hauptrunde gewannen die DHB-Frauen gegen die Russinnen mit mit 27:22.
Nach dem Halbfinal-Einzug bei der EM in Mazedonien spielte die deutsche Frauen-Nationalmannschaft nur 28:28 (13:14)- Unentschieden gegen Außenseiter Weißrussland. Für die Truppe von Bundestrainer Armin Emrich war es der erste Punktverlust des kontinentalen Turniers.
Sabrina Neukamp sorgte für die DHB-Auswahl 15 Sekunden vor Schluss noch für den Ausgleich. Die deutschen Handball-Frauen waren ersatzgeschwächt und durch den vorzeitigen Halbfinaleinzug war ihnen keine hundertprozentige Wettkampfspannung anzumerken. Um Gruppensieger zu werden, muss das letzte Hauptrundenspiel heute Abend gegen Weltmeister Russland gewonnen werden.
Die besten deutschen Torschützinnen waren Sabrina Neukamp (6), Mandy Hering (5) und Anna Loerper (5/2). “Es war ein hart erkämpftes Remis. Wir haben heute nicht so aggressiv und bissig gespielt wie in den Partien zuvor”, befand Bundestrainer Armin Emrich.
Die frühere Welthandballerin Nadine Krause konnte nach der gegen Serbien erlittenen Schädelprellung gestern wieder zum Team stoßen. Dafür konnte Kreisläuferin Nadine Althaus nicht eingesetzt werden, die gegen Schweden eine Muskelzerrung am Unterarm erlitt. Auch Torfrau Clara Woltering wurde wegen Rückenproblemen geschont. Sie vertrat Jana Krause vom 1. FC Nürnberg.
Wer der EM-Halbfinalgegner der DHB-Frauen ist, wird sich heute entscheiden. Potentielle Kandidaten sind Olympiasieger Norwegen, Rumänien und Spanien.