Der HSV Hamburg hat gestern in der Champions League am dritten Spieltag gegen den serbischen Meister Roter Stern Belgrad mit 38:22 (17:12) gewonnen. Somit führt die Truppe von Trainer Martin Schwalb die Tabelle der Vorrundengruppe D ohne Punktverlust an.
Bester Torschütze der Hanseaten vor 1800 Zuschauern war Hans Lindberg mit neun Treffern. Dragoljub Perovic warf mit fünf Zählern die meisten Tore für Belgrad.
Der Bundesligist, der weiterhin ohne den verletzten Nationalspieler Pascal Hens auskommen muss, kam gut in die Partie und ging gleich mit 3:0 in Führung. Besonders tat sich Keeper Johannes Bitter hervor, der mit seinen Paraden die serbische Mannschaft verzweifeln ließ. Die Konsequenz war eine 8:3-Führung der Elbstädter nach zwölf Minuten.
Ein paar Minuten nach Beginn der zweiten Hälfte stand es sogar 20:12 für die Hamburger, die ihr Spiel bis zum Ende des Spiels souverän herunter spielten und den Sieg mit 38:22 perfekt machten.
Am Samstag muss der HSV Hamburg zum Bundesliga-Auswärtsspiel gegen den TVB Lemgo.
Die deutschen Teams spielen souverän in der Gruppenphase der Champions League. Vier Partien, vier Siege lautet die Bilanz des zweiten Spieltags. Der HSV Hamburg und die Rhein-Neckar Löwen scheinen sich in der Königsklasse Selbstvertrauen für die bisher verkorkste Bundesliga zu holen.
Der spanische Champions-League-Sieger BM Ciudad Real hat für den ersten großen Coup in der noch jungen Saison gesorgt. Das Team von Trainer Talant Dujsehbaev siegte im Finale der Champions Trophy in einer hart umkämpften Partie mit 32:28 (10:13) gegen den Gastgeber MKB Veszprem aus Ungarn. weiterlesen »
Kein neues Objekt für den Trophäenschrank: Der THW Kiel musste sich bei der Champions Trophy, der Europameisterschaft für Vereinsmannschaften, mit dem dritten Platz begnügen. Die Zebras gewannen im ungarischen Veszprem das kleine Finale gegen EHF-Pokalsieger HSG Nordhorn mit 36:31 (18:13). Den Pokal gewann Ciudad Real aus Spanien. Der Champions-League-Sieger setzte sich im Finale gegen Gastgeber MKB Veszprem mit 32:28 (10:13) durch.
Keine Meriten auf internationalem Parkett: Bei der Champions Trophy im ungarischen Veszprem haben die deutschen Teams das Finale verpasst. Der deutsche Meister THW Kiel unterlag gegen Ciudad Real 24:31, EHF-Pokalsieger HSG Nordhorn gegen Gastgeber Veszprem 30:39. weiterlesen »
Die HSG Nordhorn hat den ersten großen Titel der Vereinsgeschichte gewonnen. Die Grafschafter verloren zwar 29:30 im Final-Rückspiel des EHF-Pokals beim FC Kopenhagen, krönten sich aber nach dem 31:27 im Hinspiel am Sonntag zum Nachfolger des SC Magdeburg.
Mehr als 300 mitgereiste Fans und die HSG-Spieler starteten direkt nach dem Schlusspfiff eine große Party. Im Mittelpunkt stand der überragende Torhüter Peter Gentzel, der sein Team in kritischen Phasen mit tollen Paraden im Spiel hielt. Mit acht Toren war Erlend Mamelund bester Werfer für die HSG, auch Weltmeister Holger Glandorf zeigte eine starke Leistung und warf sechs Tore. Manager Bernd Rigterink war nach dem Triumph überwältigt: “Ich kann gar nichts sagen. Es ist phantastisch. Die Mannschaft und der Trainer haben eine tolle Leistung gezeigt”, sagte Rigterink. Trainer Ola Lindgren sagte: “Dafür haben wir die ganze Saison hart gearbeitet.” Der Schwede freute sich wie seine Spieler über die Heimspielatmosphäre in Kopenhagen: “Unsere Fans haben eine Riesenstimmung gemacht, das hat viel zum Erfolg beigetragen.”
Der THW Kiel hat den erneuten Gewinn der Champions League verpasst. Die Zebras verloren das Final-Rückspiel mit 25:31 (13:15), eine überraschende Wendung. nachdem sie das Hinspiel mit 29:27 gewonnen und damit den Spaniern die erste Heimniederlage seit mehr als drei Jahren zugefügt hatten. “Wir haben das Unmögliche möglich gemacht”, freute sich Ciudad-Coach Talant Dushebajew.
In einer emotionalen Partie siegten die Gäste aus Ciudad Real letztlich verdient mit 31:25 (15:13), nutzten dabei clever die sich bietenden Möglichkeiten und hatten in Torhüter Arpad Sterbik, Regisseur Olafur Stefansson und Jonas Källman die überragenden Individualisten. Die Zebras hingegen wirkten trotz der gigantischen Unterstützung ihrer Fans gegen das Abwehrbollwerk der Spanier müde und ausgelaugt.
Eine taktische Maßnahme bremste den gewöhnlich überragenden Kieler Akteur: Jonas Källman nahm in Cuidads 5:1-Deckung Nikola Karabatic ins Visier und wich dem Rückraum-Spieler, der nur vier Tore warf, nicht von der Seite.
THW-Trainer Noka Serdarusic sagte nach dem Spiel: “Ich gratuliere Ciudad Real zum Gewinn der Champions League.” War es ein parodox anmutender Nachteil, das Hinspiel auswärts gewonnen zu haben? “Diese zwei Tore Vorsprung waren eine Riesenbelastung”, analysierte der Kieler Coach, “vielleicht wäre es wirklich besser gewesen, wenn wir das Hinspiel mit fünf Toren verloren hätten, dann wären meine Spieler nicht mit solchen Gipsgesichtern aufgelaufen.”
Der Kieler Traum vom zweiten Triple hintereinander aus Meisterschaft, Pokal und Champions League, eine Leistung, die bislang nur der FC Barcelona geschafft hatte (1997, 1998), ist nun ausgeträumt. Aber der Pokalsieger ist auch so gut wie Meister und spielte erneut eine überragende Saison.
Eine unschöne Szene trübte das Finale: Christian Zeitz zettelte gegen Ende des Spiels eine Prügelei an. Die Faust des Weltmeisters vom THW Kiel landete 40 Sekunden vor Schluss im Gesicht von Didier Dinart, als der nach einem Zweikampf wieder aufstehen wollte. Die Situation eskalierte, die Spieler beider Teams rasten aufeinander zu und lieferten sich eine muntere Keilerei.
Die Rhein-Neckar Löwen haben es nicht geschafft. In den Finals um den Europapokal der Pokalsieger gaben sich die Badener in der Addition dem ungarischen Serienmeister MKB Veszprém geschlagen. Das Team von Iouri Chevtsov kam vor 13200 Zuschauern im Rückspiel in Mannheim nicht über ein 28:28 (14:14) hinaus. Erfolgreichster Löwen-Werfer war Uwe Gensheimer mit sieben Toren. Das Hinspiel hatte das Team um Weltmeister Christian Schwarzer mit 27:32 verloren.
In der vergangenen Saison gewannen die deutschen Teams die drei Europapokale, dieser sensationelle Beutezug könnte sich nun wiederholen. Der THW hat gute Aussichten, nach dem Sieg bei Cuidad Real erneut die Champions League zu gewinnen. Schwerer wird es für die Rhein-Neckar Löwen im Pokal der Pokalsieger, die im Rückspiel vor heimischer Kulisse gegen den MKB Veszprem fünf Tore aufholen müssen, um den HSV Hamburg zu beerben. Die HSG Nordhorn wandelt im EHF-Pokal auf den Spuren des SC Magdeburg und fährt mit einem 4-Tore-Polster zum Rückspiel nach Kopenhagen.
Der THW Kiel hat sich eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel im Finale der Champions League am nächsten Sonntag in Kiel erarbeitet: Im Hinspiel des Champions-League-Finals siegten die Zebras beim spanischen Meister Ciudad Real mit einer abgeklärten Leistung 29:27 (14:13). Bester Torschütze bei den Kielern war Nikola Karabatic mit neun Treffern, bei den Gastgebern verhinderte Torhüter Arpad Sterbik mit 18 Paraden einen höheren Sieg des deutschen Rekordmeisters. THW-Kapitän Stefan Lövgren bekundete trotz des Auswärtssieges großen Respekt vor der Weltauswahl von Cuidad Real: “Es war ein sehr schwer erkämpfter Sieg. Ciudad hat ein Team höchster Qualität – und sie werden in der nächsten Woche noch besser als heute spielen.”
Für die Rhein-Neckar Löwen wird der Europapokaltitel noch ein hartes Stück Arbeit. Das Hinspiel des Pokalsieger-Finals bei MKB Veszprem verloren die Löwen mit 32:37 (20:20). Dabei verpassten die Löwen durch individuelle Fehler in der Schlussphase eine bessere Ausgangsbasis. “Da sind uns Fauxpas unterlaufen, die in den entscheidenden Phasen nicht passieren dürfen. Damit haben wir den Gegner zu leichten Toren eingeladen”, sagte Abwehrchef Oliver Roggisch, der dennoch optimistisch ist: “Wenn wir diese Fehler abstellen, werden wir diesen Rückstand mit unserem Publikum im Rücken auf jeden Fall aufholen und das Ding drehen.”
Die HSG Nordhorn hat sich im ersten Finale um den EHF-Pokal ein kleines Polster für das Rückspiel in einer Woche beim FC Kopenhagen verschafft. Der Handball-Bundesligist überzeugte beim 31:27 (15:15)-Erfolg durch eine Leistungssteigerung nach der Halbzeit. Überragend spielte Weltmeister Holger Glandorf, der mit acht Toren bester Nordhorner Werfer war.
Der THW Kiel ist zum dritten Mal in seiner Vereinsgeschichte in das Finale der Champions League eingezogen. Nach dem 41:31-Erfolg im Hinspiel konnten sich die Zebras beim FC Barcelona eine 37:44 (20:19)-Niederlage leisten. 45 Minuten lang bot der THW im nicht ausverkauften Palau Blaugrana eine starke Leistung, erst in der Schlussphase schalteten die Kieler im Gefühl des sicheren Finaleinzugs einen Gang zurück. Thierry Omeyer mit 21 Paraden, Nikola Karabatic mit zehn Treffern und Filip Jicha, der sieben seiner insgesamt acht Tore in der zweiten Hälfte erzielte, waren die Garanten dafür, dass die mitgereisten Kieler Fans eine lautstarke Party feiern konnten.
Im Finale treffen die Kieler auf Cuidad Real, das am Freitag den HSV Hamburg ausgeschaltet hat.