Der HSV Hamburg hat eine überraschende Niederlage bei der HBW Balingen-Weilstetten hinnehmen müssen, auch die HSG Nordhorn enttäuschte bei den Füchsen Berlin und rutschte auf den vierten Platz ab. Der TBV Lemgo besiegte Frisch Auf Göppingen und rückte auf Rang zwei vor.
Die Füchse Berlin knüpften an die herausragende zweite Halbzeit gegen Frisch Auf Göppingen an und zeigten die besten 30 Minuten der Saison, zur Halbzeit lag die HSG Nordhorn 13:18 zurück. Die Grafschafter fanden kein Mittel gegen die Berliner Würfe aus dem Rückraum, zudem glänzte Torwart Petr Stochl. Die zweite Hälfte war dramatisch, die Füchse gingen zunächst mit 21:13 in Führung, doch dann nahm Nordhorn den überragenden Michal Kubisztal in Manndeckung und kämpfte sich heran, ging nach 53 Minuten sogar in Führung (28:27).
Exemplarisch für die kämpferische Einstellung der Berliner war das 29:28 durch Kubisztal, als er den Ball bei angezeigtem Zeitspiel nach mehreren Anläufen ins Tor donnerte. Markus Richwien erzielte knapp zwei Minuten vor dem Ende dann die 30:28 Führung. In der hektischen Schlussphase gelang es den Nordhornern nur noch, den Anschlusstreffer zum 30:29 zu erzielen. Mit elf Toren war der Pole der beste Werfer der Partie, bei Nordhorn war der angeschlagene Nationalspieler Holger Glandorf ein Totalausfall.
Eine überraschende Niederlage kassierte der HSV Hamburg. Das ambitionierte Team von Trainer Martin Schwalb verlor bei der HBW Balingen-Weilstetten mit 26:28 (10:14) und bleibt nach der vierten Niederlage weiter nur Liga-Mittelmaß. Dagegen setzte der SC Magdeburg seine Erfolgsserie fort. Die Bördeländer besiegten die GWD Minden mit 30:21 (14:10) und blieben zum fünften Mal nacheinander ungeschlagen. Der TBV Lemgo hatte zunächst Mühe mit Frisch Auf Göppingen, zur Halbzeit stand es 15:15. Nach einer Steigerung in der zweiten Hälfte behielt das Team von Trainer Markus Baur mit 31:25 die Oberhand.