Neun Handballer bei den Olympischen Spielen – die holprige Saisonvorbereitung des HSV Hamburg scheint sich zu rächen: Die Füchse Berlin konnten beim 34:34 einen Punkt aus der Hansestadt entführen. Im baden-württembergischen Derby gewannen die Rhein-Neckar-Löwen standesgemäß 37:26 (17:12) gegen HBW Balingen-Weilstätten. Frisch Auf Göppingen kassierte in Magdeburg beim 24:28 (12:14) die erste Niederlage.
Drei Tore warfen die Füchse in den letzten 100 Sekunden und schafften noch den Ausgleich, die Berliner und der HSV lieferten einen wahren Krimi beim 34:34. Das Opfer indes könnte Hamburgs Trainer Martin Schwalb sein, denn mit 7:7 Punkten liegt der Meisterschaftsfavorit weit hinter den Erwartungen zurück. Ein Manko: Die langzeitverletzten Leistungsträger Oleg Velyky und Pascal Hens fehlen dem Team, das noch nicht Tritt gefasst hat in der Bundesliga.
Schwalb haderte mit dem Spiel: “Im Lauf der zweiten Halbzeit haben wir uns gut abgesetzt. Was dann in den letzten zwei Minuten passiert ist: So ist Handball. Nun ist es uns passiert. Das wird uns nicht umwerfen. Es ist nur schade, weil wir dringend Selbstvertrauen benötigen.”
Erster Heimsieg für die Rhein-Neckar Löwen unter Trainer Wolfgang Schwenke: Uwe Gensheimer und Gudjon Valur Gudjonsson waren mit je acht Toren die erfolgreichsten Werfer. Zehn Tore von Cho Chi-Hyo reichten den Balingern nicht zum Sieg.
Höhenflug gestoppt: Nach fünf Siegen und einem Remis ist Frisch Auf Göppingen nach der ersten Saisonniederlage beim SC Magdeburg wieder in der Normalität der Bundesliga angekommen. “Wir gehören nicht zu den Besten der Liga”, ordnete Göppingens Trainer Velimir Petkovic das Ergebnis sachlich ein.