Der HSV Hamburg ist am 1. Spieltag der Bundesliga-Rückrunde auf Platz zwei gesprungen, liegt aber acht Punkte hinter dem souveränen Spitzenreiter THW Kiel, der mit 17 Siegen in Serie einen neuen Rekord aufstellte. Am Tabellenende zeigen der insolvente TUSEM Essen und der weitgehend desolate Stralsunder HV Spieltag für Spieltag, dass eine Verkleinerung der Bundesliga zumindest eine Option wäre. Die Handball-Bundesliga bestätigte den Punktabzug für die HSG Nordhorn wegen Verstoßes gegen Lizenzauflagen.
Nachdem der HSV Hamburg in den vergangenen Wochen bereits die HSG Nordhorn, den VfL Gummersbach, die SG Flensburg-Handewitt und den SC Magdeburg überholt hatte, zog das Team von Trainer Martin Schwalb jetzt auch am bisherigen Tabellenzweiten TBV Lemgo vorbei. Bereits einen Tag zuvor hatte Lemgo nämlich überraschend mit 27:33 bei der MT Melsungen verloren. Dank des 29:28-Erfolges bei der HSG Wetzlar schließt der HSV das Jahr mit 27:9 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz ab. Den Erfolg sicherte der überragende Torhüter Johannes Bitter, der in der Schlussminute einen Siebenmeter parierte.
Mit 27:9 Punkten hält der TBV Lemgo indes ebenso wie der punktgleiche SC Magdeburg Kurs auf die Champions-League-Ränge. Magdeburg gewann 29:26 bei Schlusslicht TUSEM Essen. Dessen Tabellennachbar und designierter Absteiger Stralsunder HV hatte beim 24.34 gegen die Füchse Berlin keine Chance.
Der THW Kiel hat einen Bundesliga-Rekord aufgestellt. Den Zebras gelang mit einem 33:25 beim Aufsteiger TSV Dormagen der 17. Sieg in Serie. Der THW rehabilitierte sich damit auch für den einzigen Punktverlust der Saison und stellte mit 35:1 Punkten nach 18 Spielen eine Bestmarke auf.
Die HSG Nordhorn setzte sich 27:23 bei GWD Minden durch, bleibt aber im Tabellenmittelfeld, da die Handball-Bundesliga am Sonntag den Abzug von vier Punkten wegen Verstoßes gegen Lizenzauflagen bestätigte.
Weiter in der Krise trotz Trainerwechsel befindet sich die SG Flensburg-Handewitt, die beim 30:30 bei der HBW Balingen-Weilstetten erneut einen Rückschlag hinnehmen musse. Die Löwen kommen hingegen immer besser in Schwung und sind nach einem 31:27 beim TV Großwallstadt schon Fünfter. Der VfL Gummersbach verlor das Duell der Altmeister gegen FA Göppingen mit 23:27.