„Teamgeist – Die zwei Leben des Joachim Deckarm“ heisst die Biografie über den Ende der 1970er Jahre vielleicht besten Handballspieler der Welt. Geschrieben hat das Werk der Sportjournalist Rolf Heggen, unter anderem um dem am 30. März 1979 schwer verunglückten Deckarm, der noch heute auf fremde Hilfe angewiesen ist, finanziell unter die Arme zu greifen. Denn die Erlöse aus dem Buchverkauf gehen an die Joachim Deckarm-Stiftung.
Als am 30. März 1979 der damals 25-jährige Rückraumspieler in der 23. Spielminute des Halbfinalrückspiels seines Vereins VfL Gummersbach gegen Tatabánya in Ungarn mit einem Gegenspieler zusammenstiess und schwer auf dem Boden aufschlug, ahnte niemand, dass die daraus resultierenden Verletzungen Deckarms seine Karriere als Handballspieler beenden und – noch viel schwerwiegender – sein Leben für immer verändern würde.
Ein doppelter Schädelbasisbruch sowie die daraus resultierende schwere Gehirnquetschung liessen Joachim „Jo“ Deckarm ins Koma fallen, aus dem er erst nach 131 Tagen erwachte. Durch die schwerwiegenden Verletzungen des Gehirns hatte der 104-fache Nationalspieler die Fähigkeit zu sprechen verloren und war auf das motorische Niveau eines Kleinkindes zurückgefallen.
Erst nach mehreren Jahren und unzähligen weiterlesen »
Thierry Omeyer vom norddeutschen Erfolgsverein THW Kiel ist Welthandballer des Jahres 2008. Der Welthandballverband IHF verlieh dem Star-Torhüter den begehrten Titel und machte damit seine Erfolgsgeschichte komplett.
Der 32-Jährige, der seit 2006 bei den Kieler Zebras unter Vertrag ist, tritt damit die Nachfolge seines früheren Teamkollegen Nikola Karabatic an.
Omeyer ist nach Henning Fritz und Arpad Sterpik der dritte Torwart, der die begehrte Auszeichnung des IHF erhält. Omeyer hat in seiner Karriere beinahe alles erreicht, was man als Handballer erreichen kann. Mit der französischen Nationalmannschaft holte er sich 2008 in Peking den Olympiatitel und wurde 2009 in Kroatien Weltmeister.
Mit dem THW Kiel fügte er in der abgelaufenen Saison noch den Meister- und den Pokalsiegertitel hinzu und erreichte darüber hinaus das Finale der Champions League. Wen wundert es da, dass Omeyer von den Bundesligamanagern zum besten Spieler der Saison 2008/2009 gekürt wurde. Die Auszeichnung als Welthandballer dürfte die Titelsammlung des Ausnahmespielers vervollständigen.
Bei den Frauen konnte unterdessen Linn-Kristin Riegelhuth den Titel als Welthandballerin in Empfang nehmen. Die 25-Jährige, die beim FC Kopenhagen spielt, kann zwar noch kein WM-Gold für sich verbuchen, mit der norwegischen Damenauswahl holte sie allerdings schon dreimal den EM-Titel.